Günther Beckstein besucht Bayerns Hausärzte

MÜNCHEN/BAMBERG (HL). Kompromiss mit dem Hausärzteverband - Konflikt mit der KV und allen anderen Arztgruppen. Die bayerische Staatsregierung und die sie tragende CSU haben sich im Interessengestrüpp der Vertragsärzte und ihrer Organisationen tief verheddert.

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Dr. Günther Beckstein besucht Bayerns Hausärzte.

Dr. Günther Beckstein besucht Bayerns Hausärzte.

© Foto: dpa

An diesem Samstag wird der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein Gastredner beim Bayerischen Hausärztetag sein. Er und Verbandschef Dr. Wolfgang Hoppenthaller werden den Hausärzten erklären müssen, wie sie den am vergangenen Freitag gefundenen Kompromiss zu einem gestärkten Mandat des Hausärzteverbandes bei Verträgen nach Paragraf 73 b auf Bundesebene durchsetzen wollen.

Erklärungsbedürftig wird auch sein, wie den bayerischen Ärzten eine Teilhabe am Honorarzuwachs aufgrund der Vergütungsreform im Jahr 2009 gesichert werden kann. Aus dem Bundeskanzleramt hat Bayern die Zusage erhalten, dass die ärztlicher Gesamtvergütung bundesweit um mindestens 2,5 Milliarden Euro steigen soll. Allerdings: Derzeit kündigen die Krankenkassen existierende Strukturverträge zum Jahresende. Den bayerischen Ärzten geht dadurch ein Honorar von rund einer Milliarde Euro verloren.

Verärgert reagierte die KV auf den Schulterschluss zwischen Staatsregierung, CSU und Hausärzteverband. Das sei Klientelpolitik aus Wahltaktik.

Lesen Sie dazu auch: Günther Beckstein auf Hausbesuch

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