Kommentar

Guter Lohn für gute Pflege

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:

Die Altenpflege hatte lange unter einem angegriffenen Image zu leiden. Viel Arbeit, in einem ausgedünnten Kollegenkreis, und das auch noch bei nicht allzu guter Bezahlung, vor allem dann, wenn der Arbeitsplatz in den neuen Bundesländern liegt.

Das werden der seit Januar geltende Pflege-Mindestlohn sowie der allgemeine Mindestlohn nicht auf einen Schlag ändern können.

Veränderungen bei den Arbeitsbedingungen und Personalschlüsseln herbei zu führen, ist Sache der Tarifpartner. Die werden in den nächsten Tagen neues Futter für ihre Verhandlungen erhalten.

Dann will der Pflegebevollmächtigte der Regierung Karl-Josef Laumann Ergebnisse einer Umfrage unter Beschäftigten in der Altenpflege vorlegen.

Bislang bekannt ist, dass es hohe regionale Unterschiede in der Vergütung von Fachkräften gibt, und das nicht zu knapp. Diskussionsstoff wird auch der hohe Anteil an Teilzeitbeschäftigten bieten. Nur ein Drittel der Fachkräfte hat einen Vollzeitjob.

Zum Nulltarif ist eine Aufwertung der Altenpflege nicht zu haben. Aber: Die körperlich und seelisch anspruchsvolle Arbeit von Pflegenden verdient Wertschätzung, ausgedrückt auch durch höhere Summen auf den Gehaltszetteln. Und das ist dann auch fürs Image wieder gut.

Lesen Sie dazu auch: Pflege: Mindestlohn macht es auch für die Pflegebedürftigen teuer

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nach der REDUCE-AMI-Studie

Bye-bye für Betablocker nach Herzinfarkt?

Therapie gegen Lieferausfälle?

Gesundheitsökonom Greiner: „Auf Rabattverträge zu verzichten, wäre grundverkehrt“

Lesetipps
Alexander Baasner und Dr. Stefan Spieren (v.l.) haben die Idee der Digitalen Hausärztlichen Versorgungsassistenten (DIHVA) entwickelt.

© Digitales Facharzt- & Gesundheitszentrum

Neues Berufsbild

Bürger als Assistenten: Hausarzt entwickelt Idee der DIHVA