Prävention anders gedacht

Guter Start für Hamburger Gesundheitskiosk

Deutschlands erster Gesundheitskiosk kommt offenbar gut bei den Bürgern an. In den ersten drei Monaten fanden bereits rund 600 Beratungen statt.

Veröffentlicht:

HAMBURG. Ende September 2017 ist der bundesweit erste Gesundheitskiosk im Hamburger Stadtteil Billstedt eröffnet worden. Seitdem hätten in den Räumen am Billstedter Marktplatz rund 600 Beratungen stattgefunden, berichtet die OptiMedis AG. Jeden Tag kämen mehr Menschen mit ihren Fragen und Nöten in den Kiosk, heißt es.

Ziel des Kiosks ist, Patienten – insbesondere in sozial schwachen Stadtteilen – ein niedrigschwelliges Hilfs- und Beratungsangebot zu bieten. Das Projekt wird vom Innovationsfonds gefördert, und ist Teil eines Gesundheitsnetzwerks, das die "Gesundheit für Billstedt/Horn UG" mit ihrem Hauptgesellschafter, dem Ärztenetz Billstedt-Horn, sowie die AOK Rheinland/Hamburg derzeit in den Stadtteilen Billstedt und Horn gemeinsam mit Partnern aus der Region aufbauen. Die OptiMedis AG ist wiederum Mit-Begründer der "Gesundheit für Billstedt/Horn UG".

Mehrsprachiges Team

Das multiprofessionelle Team im Gesundheitskiosk soll Patienten zu allen Fragen der Gesundheit beraten, Arztbesuche vor- und nachbereiten, vermittle Patienten aber auch an Einrichtungen und Vereine im Stadtteil. Eine der wichtigen Aufgaben sei dabei, die Wirkung der ärztlichen Empfehlungen zu erhöhen und die Patienten nachhaltig zu unterstützen, ihr Verhalten zu verändern, berichtet die OptiMedis AG. Dabei sprechen die Mitarbeiter mehrere Sprachen, so kann die Beratung unter anderem auf Türkisch, Russisch, Polnisch und Farsi stattfinden.

Um das Team auf seine Aufgaben vorzubereiten, haben die Mitarbeiter über mehrere Monate ein intensives Training absolviert: Dazu gehörten Schulungen durch das Institut und die Poliklinik für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf sowie Hospitationen in Arztpraxen und Stadtteileinrichtungen.

"Unser Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz der Patienten zu verbessern und sie zu mehr Eigeninitiative in Bezug auf ihre Gesundheit zu aktivieren", sagt Dr. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer der Gesundheit für Billstedt/Horn UG. (eb)

Mehr zum Thema

Risikofaktoren

Hohes Darmkrebsrisiko von Männern nur teilweise zu erklären

Labore

Vierte Corona-Welle ebbt weiter deutlich ab

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Schüler auf dem Gang vor dem Lehrerzimmer. Gilt für Personal in Kitas, Schulen und Krankenhäusern bald eine Impfpflicht? Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, ist dafür.

© Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/

In Kitas, Schulen und Kliniken

Pädiater für COVID-Impfpflicht bei einigen Berufen

Präsenz im Haushalt rund um die Uhr könnte teuer werden, wie eine aktuelle Urteilsbegründung des Bundesarbeitsgerichtes nahelegt.

© Marcel Kusch / dpa / picture alliance

Urteilsbegründung

Rund-um-die-Uhr-Pflege? Dann gibt es auch Lohn für 24 Stunden