Prävention anders gedacht

Guter Start für Hamburger Gesundheitskiosk

Deutschlands erster Gesundheitskiosk kommt offenbar gut bei den Bürgern an. In den ersten drei Monaten fanden bereits rund 600 Beratungen statt.

Veröffentlicht: 21.12.2017, 05:00 Uhr

HAMBURG. Ende September 2017 ist der bundesweit erste Gesundheitskiosk im Hamburger Stadtteil Billstedt eröffnet worden. Seitdem hätten in den Räumen am Billstedter Marktplatz rund 600 Beratungen stattgefunden, berichtet die OptiMedis AG. Jeden Tag kämen mehr Menschen mit ihren Fragen und Nöten in den Kiosk, heißt es.

Ziel des Kiosks ist, Patienten – insbesondere in sozial schwachen Stadtteilen – ein niedrigschwelliges Hilfs- und Beratungsangebot zu bieten. Das Projekt wird vom Innovationsfonds gefördert, und ist Teil eines Gesundheitsnetzwerks, das die "Gesundheit für Billstedt/Horn UG" mit ihrem Hauptgesellschafter, dem Ärztenetz Billstedt-Horn, sowie die AOK Rheinland/Hamburg derzeit in den Stadtteilen Billstedt und Horn gemeinsam mit Partnern aus der Region aufbauen. Die OptiMedis AG ist wiederum Mit-Begründer der "Gesundheit für Billstedt/Horn UG".

Mehrsprachiges Team

Das multiprofessionelle Team im Gesundheitskiosk soll Patienten zu allen Fragen der Gesundheit beraten, Arztbesuche vor- und nachbereiten, vermittle Patienten aber auch an Einrichtungen und Vereine im Stadtteil. Eine der wichtigen Aufgaben sei dabei, die Wirkung der ärztlichen Empfehlungen zu erhöhen und die Patienten nachhaltig zu unterstützen, ihr Verhalten zu verändern, berichtet die OptiMedis AG. Dabei sprechen die Mitarbeiter mehrere Sprachen, so kann die Beratung unter anderem auf Türkisch, Russisch, Polnisch und Farsi stattfinden.

Um das Team auf seine Aufgaben vorzubereiten, haben die Mitarbeiter über mehrere Monate ein intensives Training absolviert: Dazu gehörten Schulungen durch das Institut und die Poliklinik für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf sowie Hospitationen in Arztpraxen und Stadtteileinrichtungen.

"Unser Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz der Patienten zu verbessern und sie zu mehr Eigeninitiative in Bezug auf ihre Gesundheit zu aktivieren", sagt Dr. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer der Gesundheit für Billstedt/Horn UG. (eb)

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