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PrEP

HIV-Prophylaxe für bis zu 10.000 Personen

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Bundesregierung schätzt, dass bis zu 10.000 Personen in Deutschland an der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP), der vorbeugenden Einnahme von antiretroviralen Medikamenten von HIV-negativen Menschen, interessiert sein könnten.

Im Entwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz ist PrEP als neue Kassenleistung für Versicherte mit einem erhöhten Infektionsrisiko vorgesehen.

Die jährlichen Kosten des Arzneimittels taxiert die Regierung auf 600 Euro, die für die ärztliche Begleitung und Therapiebegleitung auf 170 Euro pro Jahr, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag.

Die direkten durch HIV verursachten Krankheitskosten haben sich im Jahr 2015 auf rund 278 Millionen Euro belaufen.

Aktuell geht die Regierung davon aus, dass in Deutschland 6000 Personen PrEP einnehmen. In Staaten, in denen die Prophylaxe seit einigen Jahren zur Verfügung steht, konnte die Zahl der HIV-Neuinfektionen um bis zu 40 Prozent gesenkt werden.

Rund 88.400 Menschen haben in Deutschland Ende 2016 mit HIV/Aids gelebt, so Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI). (fst/ths)

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