Berufspolitik

Hamburgs Ärzte zum Protest im September bereit

HAMBURG (di). Hamburger Ärzte werden am 19. September mit Praxisschließungen und Protestteilnahme in Berlin für eine Honoraraufstockung eintreten.

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Das Ärzteprotestkomitee in der Hansestadt droht mit weiteren einschneidenden Maßnahmen, wenn das ärztliche Honorar nicht wie erwartet um 2,5 Milliarden Euro steigt. "Die Hamburger Ärzte sind wütend und aufgebracht über die Versuche der Krankenkassen, die von der Politik zugesagte Gebührenordnung in Euro zu zerstören", sagte Dr. Dirk Heinrich.

Der Sprecher des Hamburger Ärzteprotestes vermutet, dass die Krankenkassen das bislang geltende Honorarsystem erhalten wollen, denn: "Eine echte Gebührenordnung in Euro würde sehr schnell zeigen, wie schnell im Quartal kein Geld mehr für ärztliche Leistungen da ist."

Heinrich pocht auf Einhaltung politischer Zusagen nach einer Aufstockung. Als untere "Schmerzgrenze" betrachtet er eine Anhebung um 2,5 Milliarden Euro. "Wenn wir die nicht erhalten, wurden wir belogen und betrogen. Die Reaktion vieler Ärzte werden Sprechstundenverkürzungen, Wartelisten, Abschaffung von Terminsprechstunden, Budgetferien, Praxisschließungen und Leistungskürzungen sein", kündigte er an.

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