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Hausärzte kooperieren mit der WHO

HEIDELBERG (mm). Hausärzte in der Region Heidelberg starten derzeit ehrenamtlich und bei laufendem Praxisbetrieb mit einem so genannten "Vier-StufenModell" der WHO.

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Ziel der Mediziner ist es, bei Patienten gesundheitliche Risikofaktoren zu reduzieren und den Präventionsgedanken sowie die Lebensqualität zu fördern. Unterstützt werden sie dabei vom WHO Collaborating Center in Heidelberg.

"Aufgabe des Arztes bei dem Projekt ist es, wie im Praxisalltag üblich, bei Patienten die Risikofaktoren Rauchen, Blutdruck, Body Mass Index und Gesamtcholesterin zu prüfen und zu dokumentieren", erläutert Professor Egbert Nüssel, Direktor des WHO Collaborating Centers. Für die Ärzte sei der Aufwand eher gering, für die Bevölkerung der Nutzen aber umso größer, ist der Professor überzeugt. Tatsächlich sollen die erhobenen Daten der Mediziner den Bürgermeistern anonymisiert zufließen und von diesen in den Lokalzeitungen veröffentlicht werden. Es gehe darum, Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und arterielle Verschlusskrankheiten vorzubeugen. Den Bürgern müsse gezeigt werden, wie hoch ihre Risikofaktoren für die einzelnen Erkrankungen lägen. Diese könnten je nach Stadtteil und Lebensumständen sehr unterschiedlich ausfallen.

"Hausarztforschung hat in der Bundesrepublik noch keine Tradition, dabei sind die niedergelassenen Ärzte sehr wohl in der Lage, Forschung zu betreiben", ist Walter Künnemann, Berater des Projektes, überzeugt. Das Modell sei auch bundesweit umsetzbar, glaubt auch Nüssel.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Heidelberger Hausärzte liefern Daten, von denen alle Bürger profitieren könnten

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Engagement mit Aussicht auf Erfolg

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