Hausärzte machen bei Großdemo in München mit

MÜNCHEN (vdb). Der Bayerische Hausärzteverband hat seine Kollegen aufgerufen, sich am 7. Juni 2008 an einer Großkundgebung im Münchener Olympiastadion zu beteiligen, um gegen schlechte Bezahlung und Bürokratie zu demonstrieren. Zudem sollen die Kollegen ihre Patienten mobilisieren, ebenfalls zu der Veranstaltung zu kommen.

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Hausärzte machen bei Großdemo in München mit

© Foto: do

Organisiert wird die Demonstration von der Initiative "Patient informiert sich". Die Initiative hatte kürzlich 575 000 Unterschriften in nur zwei Wochen für einen Forderungskatalog gesammelt, in dem der Schulterschluss von Patienten mit niedergelassenen Ärzten propagiert wird.

Am vergangenen Wochenende gab sich die Gründerin und alleinige Sprecherin der Initiative Renate Hartwig zuversichtlich. Dem Radiosender Bayern 5 aktuell sagte sie: "65 000 gehen ins Stadion rein und ich hoffe, dass dann auch 65 000 dort sein werden. Ich glaube nicht, dass die Ärzte den Ausstieg, den sie vorhaben, alleine schaffen." Mittlerweile organisiere sie "Korbveranstaltungen" für Patienten. "Wir müssen der Politik klar machen, dass wir aus dem System aussteigen werden."

Unterdessen hat Bayerns Hausärztechef Dr. Wolfgang Hoppenthaller angekündigt, die Frist für die Körbe zu verlängern. Hoppenthaller in einem Faxrundschreiben an seine Kollegen: "Ich werde dem Vorstand vorschlagen, den Korb über den 30. Juni 2008 offen zu halten."

Er begrüßte den Vertragsabschluss zwischen dem Hausärzteverband Baden-Württemberg, Medi und der AOK. Dieser Vertrag sichere den Kollegen nicht nur ein wirtschaftliches Überleben, sondern sorge auch für ein angemessenes Honorar. Darüber habe man auch mit der AOK Bayern 2006/2007 verhandelt, allerdings ergebnislos. Hoppenthaller: "Wir werden erneut auf die AOK zugehen und um Verhandlungen über einen Vertrag nach dem Muster von Baden-Württemberg bitten."

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