Kritik

Hausärzteverband: Diese Notfallreform wird scheitern

Einwände der Leistungserbringer, bei einer Notfallreform eher vorhandene Strukturen zu integrieren als neue aufzubauen, sind offenkundig ungehört verhallt.

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Berlin. Kaum vorgestellt – schon verrissen: Unmittelbar nach Bekanntgabe des Referentenentwurfs zur Notfallversorgung erhebt am Donnerstag bereits der Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) Einspruch.

Weil das Lauterbach-Konzept damit einhergehe, Parallelstrukturen mit Personal aufzubauen, „das es aktuell schlicht und einfach nicht gibt“, werde „diese Reform scheitern“, prognostizieren die Verbandsvorsitzenden Professor Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Beier.

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Die Kritik ist keineswegs neu. Bereits zu Jahresbeginn hatten KBV, MB und Hausärzteverband konzertiert davor gewarnt, ohne Not Doppelstrukturen aufzubauen. Nun verweist der HÄV einmal mehr auf den Fachkräftemangel. „Woher soll das Personal kommen, das die 24/7 telemedizinische und aufsuchende notdienstliche Versorgung sicherstellen sowie nach Dienstschluss noch die geplanten Notdienstpraxen mitbesetzen soll?“ Zumal, wie die HÄV-Vorsitzenden betonen, „wir Hausärztinnen und Hausärzte und unsere Praxisteams jetzt schon am Anschlag arbeiten“.

Der Gesetzentwurf zur Notfallreform sei anscheinend geprägt von Ignoranz gegenüber der ambulanten Versorgung. „Was sich hier durchsetzt“, heißt es weiter, sei „das Silodenken einer rein krankenhauszentrierten Regierungskommission, die weder nach links noch nach rechts geblickt hat.“ (cw)

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