Beitritt

Hessen jetzt im Aktionsbündnis Patientensicherheit

Patientensicherheit und Qualitätssicherung haben sich die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. Jetzt tritt das Land als zweites Bundesland dem Aktionsbündnis Patientensicherheit bei.

Veröffentlicht:

WIESBADEN. Das Land Hessen ist als zweites Bundesland dem Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) beigetreten.

"Durch eine bessere Vernetzung mit verschiedenen Akteuren wollen wir unseren Teil dazu beitragen, eine Kultur zu etablieren, in der es in der Medizin möglich sein muss, Fehler zugeben zu können, um aus ihnen zu lernen und dadurch zu verhindern, dass sie sich wiederholen", erklärte der hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) in einer Mitteilung. Nach Hamburg, welches bereits 2012 Mitglied im Aktionsbündnis wurde, ist Hessen das erste Flächenland, das dem Bündnis beigetreten ist.

"Wir sehen in diesem Schritt des Landes Hessen ein wichtiges Zeichen eines weiteren Bundeslandes, die Förderung und Umsetzung einer Sicherheitskultur zur Schadens- und Fehlervermeidung im Gesundheitswesen als Aufgabe der gesamten Gesellschaft zu verstehen", erklärte die APS-Vorsitzende Hedwig Francois-Kettner.

Neues Referat für Qualitäts- und Patientensicherheit

Als erstes Bundesland hat Hessen nach eigenen Angaben ein eigenes Referat für Qualitätssicherung und Patientensicherheit im hessischen Sozialministerium eingerichtet.

Das Referat arbeite seit Jahresbeginn 2014 und fungiere als organisatorische Gelenkstelle, die Informationen bündelt und zur Verbesserung der Qualität nutzbar mache, heißt es in der Mitteilung des Sozialministeriums.

Auch die Techniker Krankenkasse (TK) des Landes lobt den Beitritt Hessens zum Bündnis. Es zeige sich, wie wichtig das Thema Patientensicherheit der neuen Koalition auf Landesebene sei. Die TK unterstützt das Aktionsbündnis Patientensicherheit seit seiner Gründung im Jahr 2005 und ist Mitglied im Kuratorium der Initiative.

Für die Arbeit des Referats für Qualitätssicherung im hessischen Sozialministerium sieht die Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen eine klare Aufgabenstellung: "Wir erhoffen uns, dass durch das Referat neue Dynamik in den Prozess kommt und diese positiven Einzelmaßnahmen auch flächendeckend und vor allem verpflichtend umgesetzt werden", sagte Dr. Barbara Voß. (bee)

Mehr zum Thema

Corona-Lage

Spahn geht Impfverweigerer hart an

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Coronakrise hat den Pflegekräften an der Charité zugesetzt. Um sie zu unterstützen, gehören inzwischen zehn Psychologen zum Team. Sorgen können dadurch unkompliziert in den Pausen angesprochen werden.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Supervision an der Kaffeetasse

Wie die Charité ihren COVID-Kräften Beistand leistet

Pandemiebedingt sind in den ersten neun Monaten die Arzthonorare bei den 102 Kassen nur um knapp 1,8 Prozent gestiegen. GKV-weit nahmen die Leistungsausgaben inklusive Verwaltungskosten um rund 4,8 Prozent zu.

© Stockfotos-MG / stock.adobe.com

Kassenfinanzen

Kassen bunkern noch 13,6 Milliarden Euro