IQWiG

Hinweis auf Zusatznutzen von Augenarznei Jetrea®

Mit dem Alter löst sich der Glaskörper von der Netzhaut. Geschieht dies nicht vollständig und bleibt der Glaskörper an der Makula haften, wird von vitreomakulärer Adhäsion gesprochen, bei Zug auf die Netzhaut von vitreomakulärer Traktion (VMT). Hier hilft das Präparat Jetrea®.

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FREIBURG. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dem als einmalige intravitreale Injektion verabreichten Augenmedikament Jetrea® (Ocriplasmin) einen Hinweis auf Zusatznutzen bei Patienten mit vitreomakulärer Traktion anerkannt, teilt das Unternehmen Alcon mit.

Für Patienten mit leichter Sehbeeinträchtigung (› 60 Buchstaben EDTRS*) sehe das IQWiG einen Hinweis auf einen erheblichen Zusatznutzen des Medikamentes gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie "beobachtendes Abwarten".

Im Falle mittelschwerer Sehbeeinträchtigungen (35 - 60 Buchstaben EDTRS) stelle das Institut einen Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen fest, so der Hersteller.

Jetrea® ist zugelassen zur Behandlung der vitreomakulären Traktion (VMT) bei Erwachsenen, auch im Zusammenhang mit einem Makulaloch von maximal 400 Mikrometer.

Altersbedingte Augenerkrankung

Bei der VMT handelt es sich um eine altersbedingte, das Sehvermögen bedrohende Augenerkrankung, die zu optischen Verzerrungen, Gesichtsfeldverlusten und reduzierter Sehschärfe führen kann.

Mit dem Alter löse sich der Glaskörper von der Netzhaut, erinnert der Hersteller in seiner Mitteilung. In einigen Fällen löse sich der Glaskörper jedoch nicht vollständig ab, sondern bleibe an der Netzhaut - und vor allem an der Makula haften. Dies bezeichnet man als vitreomakuläre Adhäsion.

Übt diese vitreomakuläre Adhäsion einen Zug auf die Netzhaut aus, bezeichnet man dieses Krankheitsbild als vitreomakuläre Traktion (VMT). VMT kann zur Bildung eines Lochs in der Makula führen und verursacht häufig fortschreitende Symptome, die das Sehvermögen bis hin zum irreversiblen Verlust der Sehkraft bedrohen.

Wird eine VMT nicht behandelt, kann die Erkrankung zum Verlust des zentralen Sehens führen.

*Die ETDRS-Lesetafel wurde speziell für die Early Treatment Diabetic Retinopathy Study (ETDRS) entwickelt. Sie eignet sich ganz besonders für niedrige Visuswerte und erlaubt auch bei Patienten mit Makulaerkrankungen eine reproduzierbare Bestimmung der Sehschärfe. (eb)

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