Haftpflicht

Höhere Vergütung für Hebammen beschlossen

Laut Gesundheitsministerium haben sich Kassen und Hebammenverbände auf einen Ausgleich für die existenzbedrohend hohen Haftpflichtprämien geeinigt.

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BERLIN. Aufatmen bei den freien Hebammenverbänden: Die Auseinandersetzungen um einen Ausgleich der enorm gestiegenen Haftpflichtprämien für Hausgeburten sind vorerst beigelegt.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat klar gemacht, dass es eine klare Ansage der Kassen gebe, dass sie steigende Haftpflichtprämien durch eine faire Vergütung absichern würden. Im vergangenen Jahr war dies erst nach dem Gang zum Schiedsamt möglich geworden. Nun stehen nach Auskunft des Gesundheitsministeriums die Ampeln auf Grün für eine Einigung.

Der GKV-Spitzenverband habe ausdrücklich bestätigt, dass der Anstieg der Haftpflichtprämien von den Kassen bei der Vergütung berücksichtigt werde, sagte BMG-Sprecherin Katja Angeli am Mittwoch der "Ärzte Zeitung" in Berlin. Die nun folgenden Detailverhandlungen seien Sache der Hebammenverbände und der Kassen.

Ganz vom Hals haben die Hebammen ihre Existenznöte damit noch nicht. Die Regelungen gelten vorerst nur bis zum 1. Juli 2015. Danach laufen die Verträge zwischen den Hebammen und dem Versicherungskonsortium aus.

Nachdem die Nürnberger Versicherung angekündigt hat, aus dem Konsortium auszusteigen, müssen Versicherungswirtschaft und Hebammen für die Zukunft neue Versicherungslösungen finden. (af)

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