Hoppe hofft auf Unionsvorschlag zu Spätabbrüchen

BERLIN (fst). Positiv hat die Bundesärztekammer (BÄK) auf die Ankündigung der Unionsfraktion im Bundestag reagiert, die Regeln für medizinisch indizierte Schwangerschaftsabbrüche schärfer zu fassen.

Veröffentlicht:

CDU und CSU hatten vergangene Woche angekündigt, einen Gruppenantrag im Bundestag vorzulegen, dem sich Abgeordnete anderer Fraktionen anschließen können. Darin soll eine erweiterte Beratungspflicht von Ärzten bei Spätabtreibungen geregelt werden.

Damit gebe es nun die Chance für einen fraktionsübergreifenden Konsens in dieser Frage, teilten Bundesärztekammer und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) mit.

Ziel der Gesetzesänderung müsse es sein, Schwangere in Konfliktsituationen besser zu unterstützten, erklärte BÄK-Präsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe. Vorgesehen sind außer einer Beratungspflicht der Ärzte auch psychosoziale Hilfsangebote für Schwangere und eine dreitägige Bedenkzeit, nachdem die Diagnose mitgeteilt worden ist.

Der Versuch des Bundesgesundheitsministeriums, eine Regelung im Gendiagnostikgesetz zu treffen, greife zu kurz, kritisierten BÄK und DGGG.

Nach bestehendem Recht ist ein Abbruch nach medizinischer Indikation nicht an Fristen gebunden. Etwa 200 Spätabbrüche werden pro Jahr nach der 23. Woche vorgenommen.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Künstliche Intelligenz

Klage gegen OpenAI nach Suizid eines Teenagers

Bundesweite Erprobung startet

Personalbemessung: Hoffnung auf ein Ende des Hamsterrads in Kliniken

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cyberangriffe & Co.

So reagieren Arztpraxen im IT-Notfall richtig

Gendermedizin

Lena Marie Seegers: Ein Herz für Frauenherzen

Evolution der Therapiesteuerung

Diabetesmanagement: Das Ende des HbA1c-Werts?

Lesetipps
Madrid bei Sonnenuntergang.

© Shansche / Getty Images / iStock

Vorschau aufs Wochenende

Herzkongress ESC 2025: Diese neuen Studien stehen im Blickpunkt

Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte

© Daniel Karmann/dpa

Stichtage rücken näher

Warum es sich für Praxen lohnt, vor dem 1. Oktober in die ePA einzusteigen