Direkt zum Inhaltsbereich

Nutzenbewertung

IQWiG sieht unklare Studienlagen

Veröffentlicht:

KÖLN. Für zwei weitere Medikamente mit neuen Wirkstoffen, Ingenolmebutat (Picato®) von Leo Pharma zur topischen Behandlung von nicht-hyperkeratonischen, nicht-hypertrophen aktinischen Keratosen bei Erwachsenen und Fidaxomicin (Dificlir®) von Astellas sieht das IQWiG aus methodischen Gründen keine Belege für einen Zusatznutzen gegenüber der Vergleichstherapie.

Leo hatte keine Daten zum direkten Vergleich von Picato® mit der vom GBA vorgegebenen Standardtherapie mit Diclofenac-Hyaluronsäure-Gel vorgelegt, sondern einen indirekten Vergleich angestellt.

Aus Sicht des Herstellers sind damit eine frühere Heilung, eine geringere Abbruchrate und eine Verbesserung der Lebensqualität nachgewiesen. Die Methodik des indirekten Vergleichs wollte das IQWiG aber nicht akzeptieren.

Im Fall von Dificlir® anerkennt das IQWiG einen Zusatznutzen im Vergleich zu der vom Bundesausschuss vorgegebenen Therapie mit Vancomycin für Patienten mit schweren Krankheitsverläufen und mit Rückfällen in Bezug auf den Endpunkt Gesamtheilung.

Allerdings habe der Hersteller in seinem Nutzendossier die in den Zulassungsstudien erhobenen schweren Nebenwirkungen nicht nach den Patientenpopulationen schwer erkrankt/nicht schwer erkrankt differenziert. Weil nicht belegt sei, dass die positiven die negativen Effekte überwiegen, sei ein Zusatznutzen nicht sichtbar. (HL)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Flexibel bleiben, Betroffene besser einbinden und individuell behandeln

© vege / Fotolia

Hämatologie und Onkologie in Zeiten molekular basierter Therapie

Flexibel bleiben, Betroffene besser einbinden und individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Eine harte Nuss zu knacken

Kasuistik: Nussallergie führte auf die falsche Fährte

Hypercholesterinämie

Lipidsenker klug kombinieren

Deprescribing PPI

Protonenpumpenhemmer absetzen: Wie das am besten gelingt

Lesetipps
Eine Ärztin spricht mit einer älteren Patienten. Die Patientin lächelt.

© StefaNikolic / stock.adobe.com

Sprechende Medizin

4 Tipps: So können Sie den Placebo-Effekt für die Therapie nutzen

Ein Arzt spricht mit einer Patientin

© K Davis/peopleimages.com / stock.adobe.com

Interview

Patient mit Mundgeruch: Wie Sie das im Patientengespräch ansprechen

Eine junge Frau sitzt auf dem Sofa und verschränkt ihre Arme, um ihre Hände auf die Brust zu legen.

© Yauhen / Stock.adobe.com

Psychologische Interventionen

Sprechende Medizin: 10 Schritte bei chronischen Schmerzen