Berlin

IV-Vertrag für Patienten mit Bluthochdruck

KV Berlin und DAK bieten Hypertonikern neues Programm an.

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BERLIN. Ziel des neuen Programms, das die Kassenärztliche Vereinigung Berlin gemeinsam mit der DAK gestartet hat, ist es, Begleiterkrankungen bei Patienten mit Bluthochdruck frühzeitig zu entdecken und zu behandeln. Die Lebensqualität der Betroffenen soll erhöht werden, zugleich erhoffen sich die Partner Kosteneinsparungen.

„Mithilfe eines neuen Diagnostik- und Therapiekonzepts erkennen die Spezialisten frühzeitig die Signale von Begleiterkrankungen und können so Folgeschäden gezielt entgegenwirken“, so Volker Röttsches, Leiter der Berliner Landesvertretung der DAK-Gesundheit. Das Programm steht allen Hypertonikern über 50 Jahre offen, die bei der DAK versichert sind. Rund eine Million Menschen in Berlin seien von Bluthochdruck betroffen.

Die KV Berlin bewertet das Programm als echte Verbesserung. „Damit wird unseren Ärzten ermöglicht, sehr individuell auf und mit den Patienten abgestimmte Diagnostik- und Therapieentscheidungen zu treffen“, so KV-Vorstandsmitglied Günter Scherer. Teilnehmen können alle ambulant tätigen Hausärzte und Internisten in Berlin.

Die Vergütung der Leistungen erfolgt außerhalb der Gesamtvergütung im Rahmen eines Vertrags zur Integrationsversorgung (IV) nach Paragraf 140a SGB V. Das Programm umfasst verschiedene Screening-Maßnahmen. Im Fokus stehen die periphere arterielle Verschlusskrankheit und die chronische Nierenkrankheit ohne bekannten Diabetes mellitus.

Bei auffälligem Befund schließen sich an das Screening abgestimmte Behandlungsschritte an. Dazu zählen auch Maßnahmen der individuellen Verhaltensänderung wie Raucherentwöhnung oder Gewichtsabnahme. (ami)

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