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BNHO

Immer mehr Onkologen in Teilzeit

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HAMBURG. Die ambulante Versorgung durch Onkologen und Hämatologen erfolgt immer stärker in Teilzeit und durch angestellte Ärzte. Die Zahl der Vertragsärzte im engeren Sinn, also der hauptberuflich und selbstständigen Ärzte, nimmt derzeit deutlich ab - bei gleichzeitig steigender Kollegenzahl in der ambulanten Versorgung.

Hierauf wies Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (BNHO) auf seiner Jahrestagung in Hamburg hin.

Laut BNHO-Vorstandschef Professor Stephan Schmitz hat die Zahl der Vertragsärzte im engeren Sinn bundesweit von 904 in 2012 auf 734 in 2013 abgenommen. Die Zahl der in Teilzeit tätigen Kollegen habe im gleichen Zeitraum aber stärker zugenommen. Schmitz appellierte an seine Kollegen, sich auf diese Entwicklung einzustellen.

Zugleich verteidigte er die im Fachgruppenvergleich gute wirtschaftliche Situation seiner Kollegen. Dies sei wegen der hohen Qualifizierung, der langen Weiterbildungszeit, der Arbeit nach aktuellem wissenschaftlichem Stand, der hohen Arbeitsdichte, aber auch wegen der täglich starken emotionalen Herausforderung berechtigt, so Schmitz.

Die zum Teil deutlichen regionalen Unterschiede bei der Erlössituation innerhalb der Fachgruppe begründete Schmitz als "traditionell gewachsen", dies sei in der Fachgruppe kein Grund für eine Neiddebatte.

Als Chance für die Fachgruppe betrachtet er die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV). Er sieht darin die Möglichkeit, eine Blaupause für eine neu geregelte fachärztliche Versorgung an der Schnittstelle zwischen den Sektoren zu schaffen. (di)

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