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Corona-Pandemie

Intensivmediziner rufen Klinikpersonal zur Impfung auf

Laut einer DGIIN-Umfrage haben sich nur 50 Prozent der Pflegekräfte für eine sofortige Teilnahme an einer Impfung ausgesprochen. Die Fachgesellschaft will intensiver aufklären.

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So wünscht sich das die DGIIN: Anke Döring, Internistin im Städtischen Klinikum Dresden, impft zum Auftakt am Montag im Impfzentrum für Mitarbeiter Harlad Schmalenberg, Chefarzt der Onkologie, gegen COVID-19.

So wünscht sich das die DGIIN: Anke Döring, Internistin im Städtischen Klinikum Dresden, impft zum Auftakt am Montag im Impfzentrum für Mitarbeiter Harlad Schmalenberg, Chefarzt der Onkologie, gegen COVID-19.

© Robert Michael/dpa

Berlin. Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) bittet alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen um die Teilnahme an der Impfung gegen SARS-CoV-2. Angesichts der seit 27. Dezember zunächst mit dem Vakzin Comirnaty der Firmen BioNTech und Pfizer begonnen Impfaktion fordert die DGIIN all jene, „die jetzt die Chance einer Impfung haben“, auf, diese zu nutzen.

Allerdings bestünden bei Teilen des Klinikpersonals derzeit noch Ängste und Bedenken vor der Impfung, räumt die Fachgesellschaft ein. In einer aktuellen Umfrage der DGIIN hätten sich nur 50 Prozent der Pflegekräfte für eine sofortige Teilnahme an einer Impfung ausgesprochen.

„Wir wissen, dass viele Pflegekräfte unsicher sind, ob die neuen Impfstoffe ausreichend genug erprobt wurden und die neuen Technologien möglicherweise zu bisher nicht bekannten Nebenwirkungen im Langzeitverlauf führen könnten“, sagte deren Präsident Professor Christian Karagiannidis, leitender Oberarzt an der Lungenklinik Köln-Merheim.

Anfängliche Skepsis nicht ungewöhnlich

Diese Form der Skepsis sei bei neuen medizinischen Methoden nicht ungewöhnlich. „Genau hier müssen wir mit einer flächendeckenden Aufklärung und transparenten Informationen zu den Impfstoffen ansetzen“, bemerkte Professor Uwe Janssens, Generalsekretär der DGIIN und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St. Antonius-Hospital in Eschweiler.

Er verweist dazu auf ein von der DGIIN produziertes YouTube-Video, das den neuen mRNA-Impfstoff in seiner Wirkung erläutert und auch die Effektivität und die Nebenwirkungen darstellt.

Vor allem in den Krankenhäusern, dort vor allem in den Risikobereichen der Notaufnahme, der COVID-19-Isolierstationen und den Intensivstationen stelle die jetzt zur Verfügung stehende Impfung „einen historischen Durchbruch im Kampf gegen SARS-CoV-2“ dar, so Karagiannidis. Vorausgesetzt die Chancen der Impfung werden genutzt, werde dies zu einer „dramatischen Verbesserung des Eigenschutzes“, aber auch zur Eindämmung der Pandemie führen. (bar)

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