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Internetsucht muss erkannt werden

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Süchtig nach dem Computer: das klingt zunächst harmlos, schließlich sind Internet, Laptop und Smartphone längst unverzichtbare Bestandteile unseres Alltags. Das darf aber nicht dazu verleiten, den Kontrollverlust im Umgang mit der Technik zu verniedlichen.

Die Zahlen lassen aufhorchen: Mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland sind süchtig danach, im Internet zu surfen. Weitere 2,5 Millionen nutzen Computer immerhin so ausufernd, dass ihr Verhalten als problematisch eingestuft wird.

Die gesundheitlichen, sozialen und volkswirtschaftlichen Folgen pathologischer Computernutzung sind noch nicht abzuschätzen.

Fest steht aber: wer sein Leben vor dem Computer zubringt und jedes Maß in seiner Nutzung verliert, vernachlässigt sich und seine Gesundheit. Es ist höchste Zeit, dass Hilfsangebote entstehen.

Erste ambulante und nun auch stationäre Therapieangebote gibt es, eine weitere Hürde aber muss genommen werden: Die Diagnose kann nur erfolgen, wenn niedergelassene Ärzte die Sucht erkennen.

Sie müssen für das Thema sensibilisiert und geschult werden, um eine Therapieentscheidung treffen zu können - auch wenn der Patient wegen anderer Beschwerden in die Praxis gekommen ist.

Lesen Sie dazu auch: Erste Klinik für PC-Junkies

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