Internisten und Pädiater betonen Eigenständigkeit

NEU-ISENBURG (fst). Gegen die Vereinnahmung durch den Hausärzteverband wehren sich der Berufsverband der Internisten und der der Kinder- und Jugendärzte.

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Die Gruppe der hausärztlich tätigen Internisten, bundesweit etwa 11 200, verfügten über besondere Qualifikationen und hielten mehr technische Leistungen vor als praktische Leistungen und Allgemeinärzte.

Die Internisten würden "in keiner Weise vom Berufsverband der Allgemeinärzte vertreten", heißt es beim BDI. Ähnlich äußert sich der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ): Vertreten würden die Pädiater in der hausärztlichen Versorgung nur vom BVKJ, der 90 Prozent der vertragsärztlich tätigen Kinder- und Jugendärzte repräsentiere.

Beide Verbände wenden sich gegen Überlegungen, den für Hausarztverträge relevanten Paragrafen 73 b SGB zu ändern. Die bayerische Landesregierung hat auf Druck des Landeshausärzteverbandes eine Novelle angekündigt. Danach sollen bei Verhandlungen mit den Kassen nur solche Verbände zum Zuge kommen, die mindestens 50 Prozent der Hausärzte in einer Region repräsentieren. Der BVKJ warnt, die bisherige Versorgungsqualität "dem Machthunger von Verbandsfunktionären und Wahlkampfgeschenken an Allgemeinmediziner" zu opfern.

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