Kinderchirurgen

Jede dritte Fehlbildung bei Neugeborenen wird operiert

HAMBURG (ras). Etwa fünf bis sieben Prozent aller in Deutschland geborenen Kinder weisen eine Fehlbildung auf: Ein Drittel davon ist so schwerwiegend, dass die Kinder noch im Geburtsmonat operiert werden müssen.

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Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) bei ihrer 50. Jahrestagung in Hamburg hingewiesen.

Erkrankungen, die Kinderchirurgen heute bereits in den ersten Lebensstunden oder Lebenstagen operieren können, sind etwa Verschlüsse der Speiseröhre und des Darmes, Bauchwanddefekte, Zwerchfellbrüche und Lungenfehlbildungen.

Viele dieser Krankheitsbilder waren noch vor fünfzig Jahren weitgehend unbekannt und schon gar nicht operabel.

Entsprechend hoch war die Sterblichkeitsrate: Nahezu die Hälfte der Kinder mit schwerwiegenden angeborenen Fehlbildungen starb damals.

Erst mit Hilfe einer verbesserten vorgeburtlichen Diagnostik, Intensivmedizin, Kinderanästhesie und -chirurgie konnte die Rate auf heute etwa fünf Prozent gesenkt werden, so Professor Udo Rolle, Chefarzt der Kinderchirurgie im Universitätsklinikum in Frankfurt.

Nur große Zentren, die entsprechend viele Kinder behandeln, verfügten über ausreichende Erfahrung, hieß es bei der Jahrestagung. Um weitere Fortschritte zu erzielen, fordert die DGKCH mehr Investitionen zugunsten des Fachs Kinderchirurgie.

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