Berufspolitik

KV Niedersachsen läuft auf Machtkampf zu

HANNOVER (cben). Die Vertreterversammlung (VV) der KV Niedersachsen hat den Gynäkologen Dr. Christoph Titz zum VV-Vorsitzenden gewählt.

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Im Vorfeld hatten die Fachärzte in der neuen VV mit der neuen Fraktion "KV neu gestalten" einen Koalitionsvertrag geschlossen, um eine knappe gemeinsame Mehrheit in der VV gegen den Hausärzteverband zu halten.

Die Fachärzte in Niedersachsen scheinen entschlossen, das Szepter in die Hand zu nehmen. Auf der konstituierenden Sitzung der 50-köpfigen VV haben 26 der 50 Wahlberechtigten für den Facharzt für Gynäkologie Christoph Titz aus Delmenhorst gestimmt.

Auf den bisherigen Vorsitzenden, Holger Schmidt, Hausarzt aus Uelzen, entfielen 24 Stimmen. Titz‘ Stellvertreter ist Dr. Detlef Risch, Hausarzt aus Worpswede, der 49 Stimmen bei eigener Enthaltung erhielt.

Auch im Hauptausschuss hat die Koalition aus GFB und "KV neu gestalten" dafür gesorgt, dass der Hausärzteverband einen schweren Stand hat.

Als Mitglieder wurden gewählt: Konrad Schneider-Grabenschröer, Allgemeinmediziner aus Neuenkirchen ("KV neu gestalten", 28 Stimmen), Dr. Heinz Jarmatz, Allgemeinmediziner aus Barendorf (Hausärzteverband, 21 Stimmen), Dr. Hans-Walter Fischer, fachärztlicher Internist aus Verden (26 Stimmen), Dr. Thomas Otte, HNO-Arzt aus Lingen (25 Stimmen) und Wilfried Hauer, Psychologischer Psychotherapeut aus Braunschweig (15 Stimmen).

Voraussichtlich werden die Fachärzte für die Vorstandswahl den bisherigen Hauptgeschäftsführer der KV, Mark Barjenbruch, am 21. Januar als Kandidaten für den Chefsessel und Hausarzt Dr. Jörg Berling als Stellvertreter ins Rennen schicken.

Die Hausärzte wollen Dr. Helmut Anderten und dem Psychotherapeuten Dr. Matthias Engelhardt für das Vorstandsduo aufstellen.

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