Berufspolitik

Ultes-Kaiser führt die KV Rheinland-Pfalz

Bei den Vorstandswahlen der KV Rheinland-Pfalz war der bisherige Vorsitzende Dr. Günter Gerhardt nahezu chancenlos.

Von Christiane Badenberg Veröffentlicht: 16.01.2011, 10:52 Uhr

MAINZ. Die Vorstandsarbeit bei der KV Rheinland-Pfalz hat in den vergangenen Monaten stark unter den Animositäten zwischen dem bisherigen KV-Chef Dr. Günter Gerhardt und seiner Stellvertreterin Dr. Sigrid Ultes-Kaiser gelitten. Das war ein offenes Geheimnis.

Doch jetzt stehen die Zeichen auf Neustart, denn bei den Vorstandswahlen am Samstag konnte sich Ultes-Kaiser deutlich mit 26 zu 13 Stimmen gegen Gerhardt durchsetzen. Und auch bei der Wahl zur KV-Vorstandsvorsitzenden konnte Ultes-Kaiser 25 von 40 möglichen Stimmen auf sich vereinigen. Solche Ergebnisse waren in der vergangenen Legislaturperiode undenkbar. Gerhardt war 2007 mit nur einer Stimme Mehrheit zum KV-Chef gewählt worden.

Zudem hielt die Koalition aus Fach-und Hausärzten, Medi und Psychotherapeuten. Sie brachte alle ihre Kandidaten mit klaren Ergebnissen durch. Dabei schnitt der aus dem rheinhessischen Gensingen stammende Hausarzt Dr. Peter Heinz am besten ab. Er konnte 37 von 40 möglichen Stimmen auf sich vereinigen und wurde mit der gleichen Stimmenzahl auch zum Stellvertreter von Sigrid Ultes-Kaiser gewählt. Deutlich votierte die Vertreterversammlung auch für das dritte Vorstandsmitglied. Für den Andernacher Neurologen Dr. Klaus Sackenheim stimmten 30 der 40 Mitglieder der Vertreterversammlung.

Mit dieser Wahl geht die langjährige KV-Vorstandsarbeit von Dr. Günter Gerhardt zu Ende. Denn bevor der Allgemeinmediziner 2007 in Rheinland-Pfalz zum Vorstandsvorsitzenden gewählt wurde, war er vor der Fusion der ehemals vier rheinland-pfälzischen KVen zu einer Landes-KV bereits 16 Jahre lang Vorsitzender der KV Rheinhessen. Dieses Mal war es ihm allerdings nicht gelungen, die Unterstützung des Hausärzteverbandes zu gewinnen.

Alle drei neu gewählten Vorstandsmitglieder versprachen, sich für ein besseres Klima in der Vertreterversammlung und innerhalb der KV einzusetzen. "Interessenkonflikte im Vorstand sollten nicht nach außen getragen werden", sagte Ultes-Kaiser bei ihrer Bewerbungsrede. Er sehe es unter anderem als seine Aufgabe an, das empfindliche Verhältnis von Kontrolle, Vertrauen und Verantwortung gut auszutarieren, so Peter Heinz. Klaus Sackenheim kündigte an, sich für eine dezentrale Speicherung der Patientendaten stark machen zu wollen. Ein Wikileaks für Patienten müsse verhindert werden.

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