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Biosimilars

KVen steuern die Verordnung

Viel Dynamik, vermehrt Einsparungen: Der Pharmamarkt ist in Bewegung, und die KVen steuern bei den Biosimilars kräftig mit.

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BERLIN. Mit einem Anteil von 35 Prozent ist die KV-Region Nordrhein Spitzenreiter bei den Verordnungen von Biosimilars. Dies geht aus dem aktuellen Bericht des Beratungsunternehmens QuintilesIMS hervor. Auf Platz zwei folgt Brandenburg mit 31 Prozent, Platz drei teilen sich mit jeweils 27 Prozent Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein. Am Schluss der Tabelle rangieren Baden-Württemberg mit neun Prozent und Bremen mit zehn Prozent. Ob und wie sich die Nachahmerprodukte von Original-Biologika etablieren, hänge somit nicht nur von der Morbiditätsrate in der Region, sondern auch von der Verordnungssteuerung durch die jeweilige KV ab, sagte Susanne van der Beck, von QuintilesIMS.

1,15 Milliarden Euro

an Einsparungen hat das Arzneigesetz AMNOG im Jahr 2016 ausgelöst.

Damit nähern sich die Einsparungen dem ursprünglich geplanten Ziel von zwei Milliarden Euro pro Jahr.

Die Einsparungen zu Gunsten von Krankenkassen und PKV nach dem Arzneigesetz AMNOG überspringen im Vorjahr mit 1,15 Milliarden Euro erstmals die Milliarden-Grenze. Zusammen mit anderen Nachlässen summieren sie sich auf rund 6,5 Milliarden Euro. Der Arzneimittelmarkt ist 2016 um 3,5 Prozent auf rund 37 Milliarden Euro gewachsen.

In der Analyse zeigt sich, dass sich innovative Therapien wie etwa Anti-TNF-Produkte gegen Rheuma und Morbus Crohn, antineoplastischen Krebstherapeutika sowie Hemmer gegen Thrombose und Schlaganfall weiter durchsetzten. Einen Rückgang von 25 Prozent verzeichneten Hepatitis-Medikamente. Auslöser dafür ist die hohe Heilungsrate der Patienten.

Für den weltweiten Pharmamarkt prognostiziert das Beratungsunternehmen ein Wachstum von jährlich vier bis sieben Prozent bis 2020. Dies sei vor allem auf Spezialtherapeutika gegen Krebs- und Autoimmunerkrankungen zurückführen. Der Umsatz mit Arzneimitteln 2016 in Deutschland verteilt sich zu 87 Prozent auf den Apothekenmarkt und zu 13 Prozent auf den Kliniksektor. Das Wachstum bei den Apotheken von rund vier Prozent geht zur Hälfte auf Medikamente zur Blutgerinnung, auf Wirkstoffe der modernen Krebstherapie sowie auf Präparate zurück, die das Tumorwachstum hemmen. (wer)

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