Direkt zum Inhaltsbereich

Kammervize votiert für Allgemeinmedizin als Pflichtfach

Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN (ine). Allgemeinmedizin soll Pflichtfach im Medizinstudium werden: Das fordert Martin Leimbeck, Vizepräsident der Landesärztekammer in Frankfurt/Main und Landarzt in Braunfels im Lahn-Dill-Kreis.

Er hält geänderte Zulassungsbedingungen für das Medizinstudium und die Abschaffung des "Hammerexamens" für erforderlich, um den Arztberuf attraktiver zu machen. "Vor allem aber muss die Allgemeinmedizin stärker in die universitäre Ausbildung eingebunden und zum Pflichtfach werden", fordert Leimbeck.

Dies umfasse die Einrichtung eines eigenen Lehrstuhls für Allgemeinmedizin mit Forschungsauftrag an jeder Medizinischen Fakultät. Die jüngsten Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) seien ein Zeichen dafür, dass Politiker das Problem erkannt hätten.

Weitere Maßnahmen gegen Ärztemangel seien bessere Arbeitsbedingungen, die Schaffung familienfreundlicher Infrastrukturen, finanzielle Sicherheit, geregelte Vertretungsdienste und eine kleinräumigere Bedarfsplanung auf dem Land. Zudem müsse der bürokratische Aufwand reduziert und das Regresssystem für Verordnungen abgeschafft werden. In Hessen haben Landesärztekammer, KV und das Gesundheitsministerium einen runden Tisch zum Thema Ärztemangel gebildet.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Auswirkungen auf ambulante Versorgung

MEDI-Umfrage: Vertragsärzte warnen vor Folgen der Rotstift-Politik

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

162 Studien ausgewertet

Häufigkeit von zerebralen Aneurysmata nimmt zu

Lesetipps
Körpersprache ist stärker als das gesprochene Wort. Man kann aufgebrachten Patienten daher durchaus auch die Handfläche zeigen, also leicht ausgestreckter Arm, man zeigt die Handfläche und signalisiert dem Patienten „Stopp“, so Praxisberaterin Christiane Fleißner-Mielke.

© Doodeez / Stock.adobe.com

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Ärztin untersucht Schilddrüse

© Peakstock - stock.adobe.com

Systematische Ursachensuche

Therapierefraktäre Hypothyreose: Was steckt dahinter?