Berufspolitik

Kampagne soll MedTech-Image aufpolieren

Mit einem Gesamtumsatz von rund 19 Milliarden Euro im Jahr ist die Medizintechnik eine der tragenden Säulen der Gesundheitswirtschaft. Jetzt soll eine Kampagne den Stellenwert der Branche verdeutlichen.

Von Thomas HommelThomas Hommel Veröffentlicht:
Medizintechnik, die hilft und begeistert - Motiv der BVMed-Kampagne. © BVMed

Medizintechnik, die hilft und begeistert - Motiv der BVMed-Kampagne. © BVMed

© BVMed

BERLIN. Kaum eine Branche der Gesundheitswirtschaft ist so vielschichtig wie die Medizintechnologie. Die Produktpalette ist lang. Sie reicht von der Einwegspritze über die Endoprothese bis hin zum Kunstherz. Manche der Erzeugnisse kommen in Kliniken und Arztpraxen inzwischen so routiniert zum Einsatz, dass sie gar nicht mehr als Errungenschaften der modernen Medizin wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Wer an den medizinischen Fortschritt denkt, führt zumeist neue Blutdrucksenker oder andere Arzneimittel als Beleg an - nicht aber multifokale Intraokularlinsen oder weitere, eindeutig der Medizintechnologie zuzuschreibende Innovationen.

Geht es nach dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), der als Wirtschaftsverband die Belange von rund 220 MedTech-Herstellern vertritt, dann bedarf dieses Bild dringend der Korrektur. Um das zu erreichen, hat der Verband unter dem Titel "Maßstab Mensch" eine auf drei Jahre angelegte Informationskampagne gestartet, mit der Versicherten, Ärzten und anderen Entscheidern im Gesundheitssystem "Wertigkeit, Innovationskraft und Faszination von Medizintechnologien" anschaulich näher gebracht werden sollen. "Die Medizintechnologie soll noch stärker als eine treibende Wirtschaftskraft und Jobmotor im Bewusstsein dieser Entscheidungsträger verankert werden", erklärt der Geschäftsführer des BVMed, Joachim M. Schmitt. Medizinprodukte trügen entscheidend zu mehr Lebensqualität bei. Das gelte für moderne Wundauflagen genauso wie für Kunstherzen. "In den meisten Fällen gilt es, die Funktionen des menschlichen Körpers möglichst perfekt nachzuempfinden oder zu unterstützen, sobald dieser in Folge von Abnutzungserscheinungen, Krankheiten oder Unfällen Schwächen aufweist."

Die Kampagne baue daher auf der "Leitidee" auf, dass der menschliche Körper das "größte Wunder der Erde" sei. Ihn zu erhalten, sei tägliche Herausforderung der MedTech-Branche, für die allein in Deutschland derzeit mehr als 170 000 Menschen in über 11 000 Unternehmen tätig sind.

Starten soll die Kampagne, die zusammen mit der Berliner Werbeagentur "Scholz & Friends" entwickelt worden ist, am 30. April mit der Plakatierung von Werbeflächen im Umkreis des Berliner Regierungsviertels - dort, wo sich Entscheider häufig aufzuhalten pflegen. Zusätzlich sollen "Gatefinger" - Fluggastbrücken auf Flughäfen - als Werbeflächen genutzt werden, da auch diese von Entscheidern häufig frequentiert werden. Zudem ist ein eigenes "Kampagnenmagazin" geplant, das zweimal jährlich erscheinen und die "Faszination von Medizintechnologien" verdeutlichen soll, so Schmitt.

www.massstab-mensch.de

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