Kommentar zur Prävention bei Männern

Kapitulation nicht nötig

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:

Ihr Auto bringen Männer regelmäßig in die Werkstatt - zum Beispiel zur Inspektion (Vorsorge) oder Beulenbehebung (kurative Therapie). Wenn es um die eigene Gesundheit geht, gibt das starke Geschlecht nicht gern das Weichei der Nation ab. Vorsorge, das ist etwas für Frauen und Memmen.

Wie oft haben Ärzte aller Couleur diesen Vergleich, garniert mit dem Hinweis, dass sie trotzdem nicht vor männlichen Patienten in Sachen Präventionsangebote kapitulieren sollen, schon gehört!

Reflexartig empfehlen Praxisberater Ärzten dann, auf die männerspezifische Kommunikation zu setzen - so auch vor Kurzem auf dem Jahreskongress Männergesundheit der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit (DGMG) in Bad Homburg.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit - vor allem, wenn es um Präventionsleistungen für Männer auf Selbstzahlerbasis geht. Und das sind nicht wenige. Seit einigen Jahren hat die DGMG zum Beispiel die Marktlücke der fehlenden gesetzlichen Vorsorge bei Männern zwischen 18 und 35 entdeckt und die U25 - eine IGeL - als Retter in der Not präsentiert.

Nun ist es an den Ärzten, die Präventionsangebote - sofern sie von diesen überzeugt sind - an den Mann zu bringen. Die Devise lautet: Überzeugen statt überreden.

Lesen Sie dazu auch: Männer und Prävention: Kurze Anrede, langfristiger Vorsorgeerfolg?

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