Bundeskabinett

Karl Lauterbach mit Entlassungsurkunde

Nicht mehr Bundesminister und doch noch Bundesminister: Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach erhielt am Dienstagabend seine Entlassungsurkunde von Bundespräsident Steinmeier.

Veröffentlicht:
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Einer von 14 entlassenen Ministern, aber er trägt es mit Fassung: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), nachdem ihm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r.) im Schloss Bellevue die Entlassungsurkunde überreicht hat.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlin. Es war letztlich ein formaler Akt, aber für manche mag er doch eine gewisse Bedeutung haben: Am Mittwochabend erhielten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und seine Minister von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihre Entlassungsurkunden. Zuvor hatte sich der neue Bundestag konstituiert.

Mit dabei auch Professor Karl Lauterbach, seines Zeichens über drei Jahre hinweg Bundesgesundheitsminister im Kabinett Scholz. Was so mancher Arzt oder so manche Ärztin vielleicht längst heimlich oder auch offen gewünscht hat, ist nun in Erfüllung gegangen – oder auch doch nicht: Denn die formelle Entlassung des Kabinetts mit Beginn der neuen Legislaturperiode ist in Artikel 69 des Grundgesetzes vorgeschrieben: „Das Amt des Bundeskanzlers oder eines Bundesministers endigt in jedem Falle mit dem Zusammentritt eines neuen Bundestages“, heißt es da. Der neue Bundestag kam am Dienstagvormittag erstmals zusammen – genau 30 Tage nach der Wahl.

Die Regierung ist nach Artikel 69 des Grundgesetzes anschließend verpflichtet, die Amtsgeschäfte auf Wunsch des Bundespräsidenten bis zur Ablösung durch eine neue Regierung weiterzuführen, das gilt auch für den Bundesgesundheitsminister. Auch Lauterbach ist aber nach der Aushändigung der Entlassungsurkunden wie seine Minister-Kolleginnen und -Kollegen nur noch geschäftsführend im Amt. Scholz und seine Minister werden nur noch die Termine wahrnehmen, die sie für unbedingt notwendig erachten.

Ob Karl Lauterbach vor der Wahl einer neuen Regierung noch einmal öffentlich auftritt, beispielsweise zum Thema Digitalisierung auf der DMEA, steht in den Sternen. Angekündigt ist er dort jedenfalls. Und wer weiß, vielleicht wird er auch noch sein eigener Nachfolger? (dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Regionaler Vergleich der Inzidenzen

Wo Krebs sehr häufig und wo besonders selten diagnostiziert wird

Interview mit Johanna Ludwig von der gematik

Digitale Prozesse in der Arztpraxis neu denken

„Unser ältester Patient ist 86!“

Erwachsen mit Mukoviszidose: Versorgung muss sich anpassen

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Harald Schneider 28.03.202508:15 Uhr

Na, geht doch. Hoffentlich wird er wieder Dauergast bei den Polittalkshows. Die muss man sich nicht antun.

* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München
In Deutschland gibt es immer weniger klinische Forschung. Was Deutschland hingegen zu leisten imstande ist, zeigte sich zuletzt bei der COVID-19-Pandemie: mRNA-basierte Impfstoffe wurden schnell entwickelt und produziert.

© metamorworks / stock.adobe.com

Handlungsempfehlungen

Deutschland-Tempo statt Bürokratie-Trägheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)

Weniger Bürokratie

Wie nützt Digitalisierung?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion

Niere schützen bei HFrEF – aber wie?

Infektionsschutz bei Krebspatienten

Hämatologische Neoplasien: Welche Impfungen bei Betroffenen sinnvoll sind

Lesetipps
Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?