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Knappschaft

Kasse trägt IvF-Kosten

Knappschaft zahlt ab Anfang Februar für Paare den Eigenanteil bei der künstlichen Befruchtung.

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NEU-ISENBURG. Die Knappschaft übernimmt künftig für ihre Versicherten den Eigenanteil der In-vitro-Fertilisation (IvF). Das haben der Vorstand und die Vertreterversammlung der Kasse beschlossen.

Damit wird für Paare, die beide bei der Knappschaft versichert sind, der Anteil von 25 Prozent Eigenleistung bezahlt. Die bisherigen Regelungen sehen vor, dass bei den ersten drei Versuchen 50 Prozent der Kosten durch die jeweilige Krankenkasse übernommen werden. 25 Prozent trägt das Paar selbst.

Die restlichen 25 Prozent sollen künftig von Bund und Ländern gemeinsam getragen werden - wenn sich Bund und Länder darauf einigen. Bisher haben nur vier Länder - Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern - eine 12,5-prozentige Kostenübernahme in Aussicht gestellt.

In Sachsen und Sachsen-Anhalt gibt es einschlägige Programme für die Übernahme der IvF-Kosten schon länger.

Andere Bundesländer wollen die Förderrichtlinie des Bundes, die seit April 2012 in Kraft ist, noch nicht umsetzen. Die Gesundheitsminister der Länder hatten auf ihrer Konferenz im Juni 2012 in Saarbrücken dafür plädiert, dass der Bund angesichts knapper Länderhaushalte seinen Anteil auch dann zahlt, wenn die Krankenkassen den 12,5-prozentigen Anteil der Länder übernehmen.

Der Bund aber sieht in der verabschiedeten "Saarbrücker Erklärung" der Länder keine Verhandlungsmöglichkeiten.

Der saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm begrüßte die Kostenübernahme durch die Knappschaft: "Es gibt einen klaren Trend bei den Krankenkassen hin zu Leistungsausweitungen bei der künstlichen Befruchtung." Storm, vergangenes Jahr GMK-Vorsitzender, ist der Initiator der "Saarbrücker Erklärung". (bee)

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