Verschlungene Versorgungswege

Kassen beklagen: „Patientenpfade heute sind teilweise total wirr“

Krankenkassen fordern schnelleren Zugriff auf Patientendaten – um ihm bei Bedarf Orientierung geben zu können, hieß es beim BMC-Kongress.

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Berlin. Zu späte Verfügbarkeit von Daten, keine Möglichkeit, in die Versorgung einzugreifen: Beim Jahreskongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) haben Franz Knieps vom BKK Dachverband und Dr. Susanne Ozegowski von der Techniker Krankenkasse (TK) einen Mangel an patientenzentrierten Daten beklagt.

„Patientenpfade heute sind teilweise total wirr – und niemand fühlt sich dafür verantwortlich, da einzugreifen“, sagte Ozegowski in der Veranstaltung „Blueprint für eine vernetzte Versorgung“ beim BMC.

Mehr vom BMC-Kongress

Weitere Berichte vom Jahreskongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) finden Sie gebündelt hier.

Die Daten habe nur die Krankenkasse, aber sie habe keine Berechtigung auf den Versicherten zuzugehen, etwa wenn er über Wochen und Monate hinweg verschiedene Fachärzte der gleichen Fachrichtung aufsuche, bedauerte Ozegowski. Dabei sei doch offensichtlich, dass es in einem solchen Fall ein Problem gebe.

Wenigstens Empfehlungen sollte eine Krankenkasse in solchen Fällen geben können, wenn schon kein Coaching erlaubt sei. Problematisch sei auch, dass die Daten für die Krankenkassen erst nach sechs bis neun Monaten zugänglich seien. Ozegowski und Knieps räumten ein, dass sich auch die Denke vieler Kassenmitarbeiter ändern müsse, um Patienten zu coachen. (ger)

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