Kassen bezahlen Überprüfung von Diagnosen

HANNOVER (cben). Ebenso wie die BKK Salzgitter (wir berichteten) schreibt auch die AOK Niedersachsen derzeit an Ärzte und bittet sie, bestimmte Diagnosen zu "bereinigen", das heißt auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

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Die Kassen befürchten teilweise, dass sie durch inkonsistente Diagnosen Geld aus dem kommenden Gesundheitsfonds verlieren. "Die ersten Erfahrungen bestätigen unsere Vermutung, dass eine Reihe echter Diagnosen nicht kodiert waren, womit sie die uns zustehende Zuweisung aus dem Fonds nicht auslösen", teilte die Kasse auf Anfrage mit.

Ein Beispiel: Wenn die Erkrankung eines Parkinson-Patienten, also eines chronisch Kranken, nur in einem Quartal kodiert wird, muss zwar die Kasse die Therapiekosten tragen. Aber die Ausgleichzahlungen aus dem Fonds erhält sie nicht, weil die Zahlung erst bei der Kodierung über zwei Quartale ausgelöst wird. "Die erforderlichen Mittel für die Behandlung gehen also voll zulasten der Krankenkasse. Ziel des mRSA ist aber gerade, dass die Mittel des Gesundheitsfonds entsprechend der Krankheitslast einer Kasse verteilt werden", so die AOK.

Der Kasse sei bewusst, dass die sachlich korrekte Kodierung von Leistungsfällen, die durch die Aktion sicher gestellt werden soll, Auswirkungen in beide Richtungen haben werde, sagte Klaus Altmann, Sprecher der AOK Niedersachsen. Nach Angaben der AOK erhält jeder Arzt je überprüfter Patientenakte zehn Euro.

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