Kassenverband fordert von Kliniken eine "Nullrunde"

Veröffentlicht:

HANNOVER (cben). Die Kliniken müssen stärker an den Einsparbemühungen im Gesundheitswesen beteiligt werden, als das GKV-Finanzierungsgesetz es vorsieht. Das hat Niedersachsens vdek-Chef Jörg Niemann erklärt. Er forderte eine "echte Nullrunde".

Laut einer vdek-Budgetanalyse des laufenden Jahres erhöhe sich 2010 der Betrag aus der GKV für die Krankenhäuser um 5,1 Prozent, in Zahlen, um 275 Millionen Euro auf insgesamt 5,6 Milliarden Euro. Die finanziellen Rahmenbedingungen der Kliniken im Land seien "glänzend", so Niemann.

Gerhard Kilian, Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft Niedersachsen (NKG), nannte es "zynisch", zu behaupten, die Krankenhäuser stünden "prächtig" da. "Wie die Kassen das belegen wollen, bleibt deren Geheimnis", so Kilian. Besonders die Diskussion um Budgetsteigerungen über Mehrleistungen ärgert Kilian: "Die Kassen vergessen dabei leider stets den Hinweis, dass Mehreinnahmen in Krankenhäusern lediglich dadurch entstehen, dass auch mehr Leistungen erbracht werden, deren Kosten nun einmal gedeckt werden müssen."

Das GKV-Finanzierungsgesetz sieht für 2011 bei den Krankenhäusern eine Einnahmesteigerung von 0,575 Prozent im Budget vor, ungeachtet der Mehrleistungen. Für die Mehrleistungen ist ein Preisabschlag von 30 Prozent im jeweiligen Jahr vorgesehen. Im jeweils darauf folgenden Jahr gilt aber auch die ehemalige Mehrleistung als Grundlage für das Budget.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt

Lesetipps
Schulterschmerzen? Im höheren Alter ist die Polymyalgia rheumatica nach der Rheumatoiden Arthritis die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© peopleimages.com / stock.adobe.com

Praxistipps

Schulterschmerzen: Die vertrackte, ärztliche Spurensuche