Kommentar

Kein Lotteriespiel in der Klinik!

Christiane BadenbergVon Christiane Badenberg Veröffentlicht:

Der WidO Krankenhaus-Report zeigt etwas, was es eigentlich im Jahr 2010 nicht mehr geben darf. Krasse Qualitätsunterschiede bei der Behandlung von Patienten.

Fakt ist, wo Menschen arbeiten, werden Fehler gemacht, aber das darf nicht dazu führen, dass es für Patienten - überspitzt formuliert - zu einer Art Lotteriespiel wird, ob sie die Klinik in einem guten oder desolaten Gesundheitszustand verlassen.

Zu diesem Ergebnis kann kommen, wer die WidO-Zahlen zu den Hüftgelenk-Operationen liest. Von 922 untersuchten Kliniken überschreiten zehn Prozent die statistisch zu erwartende Komplikationsrate um mindestens 80 Prozent, während die 92 besten Kliniken diese Rate um 44 Prozent unterschreiten.

Für solche Unterschiede muss es Gründe geben und die können nur menschlichen oder organisatorischen Ursprungs sein. Es sind also keinen gottgegebenen Probleme, sondern welche, die sich lösen lassen.

Dass bei solchen Zahlen der Wunsch der Kassen größer wird, mit Kliniken Selektivverträge abschließen zu wollen, ist verständlich und im Sinne der Patienten. Aber nur, wenn es tatsächlich um mehr Qualität und nicht nur um Kostendämpfung geht.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Krasse Unterschiede bei der Qualität in Kliniken

Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Frau mit Neugeborenem

© IdeaBug, Inc. / stock.adobe.com

Fäkaler Mikrobiom-Transplantation als Option

Wie und wo Kinder geboren werden hat einen Effekt auf ihr Mikrobiom

Dr. Michael Noetel von der Universität Queensland in St. Lucia und sein Team resümieren, dass Sport eine wirksame Behandlung für Depressionen ist, wobei Gehen oder Joggen, Yoga und Krafttraining besser wirken als andere Aktivitäten, insbesondere wenn sie intensiv sind.

© ivanko80 / stock.adobe.com

Metaanalyse

Diese Sportarten können Depressionen lindern