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Medizinethik

„Klinik Codex“ der DGIM wird zum „Ärzte Codex“

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WIESBADEN. Ärzte geraten in der Patientenversorgung zunehmend unter den Druck, ihr Handeln ökonomischen Vorgaben unterzuordnen – im ambulanten Bereich ebenso wie im Klinikalltag. Um Rückhalt für ein patientenorientiertes Handeln zu geben, veröffentlicht die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) den 2017 erschienen Klinik Codex nun in Kooperation mit dem Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) erneut. Unter dem neuen Namen „Ärzte Codex“ gilt er ab sofort auch für niedergelassene Ärzte.

Ebenso wie in der Klinik kann es auch im ambulanten Versorgungssektor zum Konflikt mit dem Arbeitgeber kommen, insbesondere wenn Vertragsärzte im Anstellungsverhältnis arbeiten. „Niedergelassene Medizinerinnen und Mediziner können ebenso wie Klinikärzte in ihrem Handeln von ökonomischen Vorgaben beeinträchtig werden, daher war es uns wichtig, dass auch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Klinik Codex Berücksichtigung finden“, wird Professor Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM aus Kiel, in einer Mitteilung der Gesellschaft zitiert. Der Inhalt des Codex’ bliebe davon aufgrund seiner Allgemeingültigkeit für die Medizin unberührt, so der Generalsekretär.

Neben dem BDI haben sich zahlreiche weitere Fachgesellschaften der Initiative angeschlossenen; eine Vielzahl internistischer ebenso wie beispielsweise die Deutsche Dermatologische Gesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie. Außerdem erfährt der Ärzte Kodex Unterstützung durch zahlreiche Landesärztekammern, die Bundesärztekammer, den Hartmannbund, sowie Patientenverbänden.(eb)

Infos zum Codex: https://www.dgim.de/veroeffentlichungen/aerzte-codex/. Ärzte können hier auch eine Urkunde erhalten, die ihre Verbundenheit zu dem Grundsatz „Medizin vor Ökonomie“ versinnbildlicht.

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