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Hessen

Kliniken fordern mehr Anerkennung

Veröffentlicht:

DARMSTADT. Kliniken in Hessen fordern mehr Anerkennung der Gesundheitspolitiker für ihre gesellschaftliche Aufgabe.

"Wir bieten flächendeckende medizinische Versorgung rund um die Uhr und sind auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten ein sicherer Arbeitgeber und Ausbilder", sagte Dieter Bartsch, Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft, auf dem Hessischen Krankenhaustag am Mittwoch in Darmstadt.

"Das gibt es nicht umsonst, wir Kliniken brauchen eine faire Finanzierung", so Bartsch weiter.

Der hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) hielt dagegen: "Wer mehr Geld fordert, muss auch darlegen, dass die Arbeitsstrukturen gut sind."

Konzeptionelles Denken gefordert

Grüttner forderte die Klinikvertreter auf, die Augen nicht vor "unsinnigen Mengensteigerungen bei DRGs mit dem höchsten Gewinn" zu verschließen. "Ich erwarte eine ehrliche Diskussion von ihnen."

In Grüttners Ministerium wird derzeit mit Nachdruck an einer Holding-Struktur für die kommunalen Kliniken gearbeitet. Nach Grüttners Plänen sollen sich die kommunalen Häuser in einer Konzernstruktur zusammenschließen.

Ziel sei es, die Trägervielfalt im Land zu erhalten. "Ich fordere von ihnen mehr konzeptionelles Denken. Ohne Konzernanbindung haben kleinere Kliniken keine Chance."

Ob eine regionale Holding-Struktur der richtige Weg für ganz Hessen ist, daran zweifelte der Bundestagsabgeordnete Edgar Franke, der für die SPD auch im Gesundheitsausschuss sitzt.

"Man muss bei den Plänen die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in Süd-, Mittel- und Nordhessen im Blick behalten." (bee)

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