Koalition hinkt bei Praxisgebühr hinterher

Steuerungswirkung zweifelhaft, Erhebung sehr bürokratisch: Deswegen will die Koalition die Praxisgebühr prüfen. Doch das lässt noch immer auf sich warten - gibt die Regierung selbst zu.

Veröffentlicht:

BERLIN (sun). Die Neustrukturierung der Praxisgebühr lässt auf sich warten, obwohl sie schon lange als zweifelhaft gilt. Bisher hat die schwarz-gelbe Koalition aber noch nicht mit den beratungen begonnen.

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Bundestag hervor.

Laut Koalitionsvertrag soll die Erhebung der Praxisgebühr weniger bürokratisch werden. Es sei deshalb zu prüfen, inwieweit die Abwicklung der Praxisgebühr erleichtert werden könne, heißt es in der Antwort, die der "Ärzte Zeitung" vorliegt.

Die Praxisgebühr bringt jedes Jahr zwei Milliarden Euro zusätzlich in die GKV. Die Steuerungswirkung der Gebühr wird von vielen Experten angezweifelt.

Grünen-Politikerin Birgitt Bender zeigte sich empört: "Die Regierung schimpft auf die Praxisgebühr, hat aber keinen Plan für Änderungen."

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!

Lesetipps
Eine Person im CT.

© oksanazahray / stock.adobe.com

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Eine Hand lehnt demonstrativ eine Spritze ab.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Ein Arzt erläutert seinem Patienten mit Fettlebererkrankung anhand eines Anatomiemodell der Leber die prognostischen Risiken.

© manassanant / stock.adobe.com

Hepatisches Risiko erhöht

Schlank und MASLD – das macht der Leber schwer zu schaffen