Arzneimittelpolitik

Kosten-Nutzen - IQWiG legt neuen Entwurf vor

KÖLN (iss). Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am Mittwoch einen neuen Methoden-Entwurf für die Kosten-Nutzen-Bewertung zur Diskussion gestellt.

Veröffentlicht:

Bis zum 18. April nimmt das Institut dazu Stellungnahmen entgegen. Sie fließen in die erste Arbeitsversion der "Methoden zur Bewertung von Verhältnissen zwischen Kosten und Nutzen ein". Auf ihrer Basis will das IQWiG ab Sommer mit konkreten Bewertungen beginnen. "Die Arbeitsversion wird regelmäßig aktualisiert und überarbeitet", kündigt IQWiG-Leiter Professor Peter Sawicki an.

Dreh- und Angelpunkt der vom IQWiG entwickelten Methode bleibt die Ermittlung der so genannten Effizienzgrenze statt der Arbeit mit dem Konzept der Quality Adjusted Life Years (QALY), das einige Gesundheitsökonomen favorisieren (wir berichteten). "Wir sollen für neue Medikamente das angemessene Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten ermitteln. Das geht mit QALYs und ohne einen Schwellenwert nicht gut", sagt Sawicki der "Ärzte Zeitung".

Auf Basis der Effizienzgrenze wird das IQWiG eine Empfehlung aussprechen, welche Kosten für neue Therapien angemessen sind, die einen nachweisbaren Zusatznutzen haben und zu denen es Alternativen gibt. Angemessen heißt dabei: Das Verhältnis von Kosten und Nutzen verschlechtert sich nicht. "Wenn die Effizienz nicht hoch genug ist, muss der Preis heruntergehen." Das IQWiG gibt mit der Empfehlung auch eine Schätzung über die Kostenauswirkungen auf die gesetzliche Krankenversicherung ab.

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Tobias Hans, Landesvorsitzender der saarländischen CDU und Saarlands Ministerpräsident, spricht am 12.11.2021 im E-Werk bei der Landesvertreterversammlung der saarländischen CDU.

© Uwe Anspach / dpa

Corona-Impfung

BioNTech-Deckelung: Saar-MP Hans attackiert Spahn

Impfzentrum der Marke Eigenbau in Peine.

© Dr. Lars Peters

COVID-19-Impfung im früheren Getränkemarkt

Hausarzt richtet Corona-Impfzentrum ein – auf eigene Kosten

IT-Sicherheit in der Praxis: Als „die Atemschutzmaske des Computers“ titulierte der Heidelberger Cyberschutz-Auditor Mark Peters die Firewall.

© Michaela Schneider

Cyberschutz für Arztpraxen

Vom Passwort als Desinfektionsmittel