Kostendämpfung alleine greift für Kassen zu kurz

BERLIN (hom). Gegen eine reine Kostendämpfungspolitik im Gesundheitswesen hat sich die Vorstandsvorsitzende von Deutschlands größter gesetzlicher Krankenkasse Barmer GEK, Birgit Fischer, ausgesprochen.

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Wichtiger sei es, die Versorgungsstrukturen zu verbessern, sagte Fischer zum Auftakt des 5. Kongresses für Gesundheitsnetzwerker am Mittwoch in Berlin. "Das halte ich für die primäre Aufgabe." Die von der Bundesregierung angekündigte Gesundheitsreform müsse sich deshalb der Einnahmen- und der Ausgabenseite, aber auch der Versorgungsebene widmen, forderte die Kassenmanagerin.

Die Krankenkassen strebten eine stärkere "Rolle als Gestalter in der Organisation der Gesundheitsversorgung" an, so Fischer. In dieser Funktion würden sie genau darauf achten, ob die von ihnen bereitgestellten Mittel "zielgerichtet und passgenau" eingesetzt würden oder nicht. Der Zusammenschluss einzelner Ärzte in Netzen sei hierbei ein vielversprechender Ansatz, da solche Kooperationen eine reibungslosere und qualitativ hochwertige Versorgung beförderten. Entscheidend sei, dass die Netzwerke dies auch nachweisen könnten. Bundesweit werden derzeit rund 600 Ärztenetze gezählt.

Der Vorstandschef der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, sprach sich in diesem Zusammenhang für eine "erfolgsabhängige Bezahlung" von Ärzten aus. Das gehe zwar nicht bei jeder Indikation. "Aber man muss sich öffnen in dieser Frage."

Scharfe Kritik übte Kailuweit an den Hausarztverträgen. Diese hätten nur zu einem höheren Honorar für die beteiligten Ärzte aber nicht zu mehr Versorgungsqualität für die eingeschriebenen Patienten geführt.

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