Kostendämpfung alleine greift für Kassen zu kurz

BERLIN (hom). Gegen eine reine Kostendämpfungspolitik im Gesundheitswesen hat sich die Vorstandsvorsitzende von Deutschlands größter gesetzlicher Krankenkasse Barmer GEK, Birgit Fischer, ausgesprochen.

Veröffentlicht:

Wichtiger sei es, die Versorgungsstrukturen zu verbessern, sagte Fischer zum Auftakt des 5. Kongresses für Gesundheitsnetzwerker am Mittwoch in Berlin. "Das halte ich für die primäre Aufgabe." Die von der Bundesregierung angekündigte Gesundheitsreform müsse sich deshalb der Einnahmen- und der Ausgabenseite, aber auch der Versorgungsebene widmen, forderte die Kassenmanagerin.

Die Krankenkassen strebten eine stärkere "Rolle als Gestalter in der Organisation der Gesundheitsversorgung" an, so Fischer. In dieser Funktion würden sie genau darauf achten, ob die von ihnen bereitgestellten Mittel "zielgerichtet und passgenau" eingesetzt würden oder nicht. Der Zusammenschluss einzelner Ärzte in Netzen sei hierbei ein vielversprechender Ansatz, da solche Kooperationen eine reibungslosere und qualitativ hochwertige Versorgung beförderten. Entscheidend sei, dass die Netzwerke dies auch nachweisen könnten. Bundesweit werden derzeit rund 600 Ärztenetze gezählt.

Der Vorstandschef der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, sprach sich in diesem Zusammenhang für eine "erfolgsabhängige Bezahlung" von Ärzten aus. Das gehe zwar nicht bei jeder Indikation. "Aber man muss sich öffnen in dieser Frage."

Scharfe Kritik übte Kailuweit an den Hausarztverträgen. Diese hätten nur zu einem höheren Honorar für die beteiligten Ärzte aber nicht zu mehr Versorgungsqualität für die eingeschriebenen Patienten geführt.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Systematisches Review

Kortikosteroide bei schwerer Pneumonie wahrscheinlich nützlich

Lesetipps
Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?