Krankentransport von MRSA-Patienten: Chaos bei den Übergabeformularen

Die verschiedenen Formulare für den Transport von MRSA-Patienten in Gemeinden und Rettungsdiensten müssen vereinheitlicht werden,fordert die KV Hessen. Ärzte müssten vom herrschenden Chaos befreit werden.

Veröffentlicht:
In Hessen hat fast jeder Rettungsdienst seinen eigenen Dokumentationsbogen für die Fahrten mit MRSA infizierten Patienten entwickelt.

In Hessen hat fast jeder Rettungsdienst seinen eigenen Dokumentationsbogen für die Fahrten mit MRSA infizierten Patienten entwickelt.

© Maria.P. / fotolia.com

FRANKFURT/MAIN (ine). In Hessen haben beinahe jeder Rettungsdienst und jede Gemeinde eigene Dokumentationsbögen für MRSA-Patienten entwickelt, die mit dem Rettungswagen oder dem Taxi transportiert werden müssen. Leidtragende sind die niedergelassenen Ärzte: Sie müssen die Formulare ausfüllen und abzeichnen.

Krankentransporte von Patienten, die sich mit multiresistenten Erregern infiziert haben, erfolgen unter strengen Hygienemaßnahmen. Egal ob mit dem Taxi oder dem Rettungsdienst: Ärzte müssen aus Sicherheitsgründen die Transportbegleiter darüber informieren, ob und welche Ansteckungsgefahr besteht.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Hessen im info.doc mitteilt, hat jede Gemeinde dafür eigene Übergabeformulare für die Fahrten zwischen Kliniken und Praxen angefertigt. In manchen hessischen Gemeinden habe sogar jeder Rettungsdienst sein eigenes Blatt: "Da kommt die Feuerwehr mit einem anderen Bogen als die Johanniter und das Rote Kreuz hat noch eine weitere Version", heißt es in der Mitteilung der KV. Es sei nicht einzusehen, dass Hessens Ärzte diese unterschiedlich gestalteten Dokumentationsbögen ausfüllen sollen. Das Gesundheitsministerium in Wiesbaden sei vielmehr gefordert, die einzelnen Aktivitäten zu koordinieren und entsprechende Verträge mit den Krankenkassen abzuschließen.

"Die Transportbegleiter müssen über das Infektionsrisiko Bescheid wissen, aber deswegen ist es noch lange nicht nötig, das Chaos auszurufen", so die KV.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

Lesetipps
Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?