Sachsen

Kritik an Gutachten zu drohendem Ärztemangel

Ein von Sachsen in Auftrag gegebenes Gutachten zeigt: Auf dem Land droht Ärztemangel. Doch an der Einschätzung gibt es auch Kritik.

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DRESDEN. Sachsen hat ein Gutachten zum künftigen Ärztebedarf im Freistaat erstellen lassen. In den Blick genommen wurde dabei die Zeit bis 2030, wie das Sozialministerium mitteilte. Grundlage für die Prognose bildeten eine Analyse der ambulanten Versorgungssituation heute und die Daten einer aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung. Die Ergebnisse wurden für 47 verschiedene Regionen Sachsens sowie für unterschiedliche Facharztgruppen ausdifferenziert.

Zwei Trends konnten die Gutachter des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland ausmachen: Einen sich verschärfenden Arztmangel in den ländlichen Regionen Sachsens und einen steigenden Versorgungsbedarf in städtischen Ballungszentren.

"Auf die Folgen des demografischen Wandels und die daraus resultierende Entwicklung des Ärzte- und Versorgungsbedarfes gibt es nicht die eine Lösung für alles", sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Nötig seien regional unterschiedlich wirkende Antworten. Gemeinsam mit Kommunen, Kassen und KV sollten weitere Schritte besprochen werden.

Die Opposition im Landtag und die sächsische Landesärztekammer kritisierten indes, dass nur die ambulante Versorgung betrachtet wurde. "Notwendig ist auch die Einbeziehung der Krankenhäuser, denn nur sektorenübergreifende Konzepte können unsere Probleme der Zukunft lösen", sagte Kammerpräsident Erik Bodendieck. Die Landtagsabgeordnete Susanne Schaper (Linke) appellierte, die Ergebnisse in die aktuelle Krankenhausplanung einfließen zu lassen. (lup)

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