Kurzer Zivildienst kann freiwillig verlängert werden

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BERLIN (bee). Nach wochenlangen Diskussionen hat sich die Koalition auf ein Konzept zur Verkürzung des Zivil- und Wehrdienstes von neun auf sechs Monate geeinigt. Für Zivis soll eine freiwillige Verlängerung von drei bis sechs Monate möglich werden. Ein Konzept dafür soll Mitte Juni vorliegen. Die Regierung will die neue Regelung ein Jahr nach Einführung nochmal überprüfen. Mit der Verlängerung soll die befürchtete Personallücke in Kliniken und sozialen Einrichtungen geschlossen werden, vor der viele Verbände gewarnt hatten. Sorge gab es auch, dass die freiwillige Verlängerung ein "verdecktes Ehrenamt" werde. Das befürchtete Rolf Höfert, Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbandes. Damit Zivistellen künftig nicht nur für zwölf Monate angeboten werden, soll die Entscheidung über eine Verlängerung zwei Monate nach Dienstantritt fällig werden. Der verkürzte Dienst beginnt bereits zum 1. August. Doch der Zeitplan ist eng: Über das Gesetz muss im Bundesrat abgestimmt werden, dort haben sich die Mehrheiten nach der Wahl in NRW verschoben.

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