Pflege

Langer Weg zur Pflegekammer im Norden

In Schleswig-Holstein laufen die Vorbereitungen zur Gründung einer Pflegekammer. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.

Veröffentlicht:

KIEL. Bis zur Kammergründung ist es für die Pflegenden in Schleswig-Holstein trotz des Votums für die Gründung noch ein weiter Weg.

Informationen über das weitere Vorgehen soll eine vom Kieler Sozialministerium für das Jahresende in Aussicht gestellte Konferenz liefern.

Derzeit wird dort am Gesetzentwurf gearbeitet. Dieses Gesetz soll die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ein Errichtungsausschuss für die Kammergründung gebildet werden kann.

Das Gesetz muss nach Vorlage des Entwurfs durch den Landtag. Dort wird mit den Stimmen der Küstenkoalition (SPD, Grüne, SSW) mit einer Verabschiedung gerechnet.

Sozialministerin warnt vor zu großer Erwartung an Pflegekammer

CDU und FDP-Parlamentarier hatten sich im Vorfeld dagegen eher skeptisch darüber geäußert, ob eine Kammer den Pflegenden weiterhelfen könnte.

Mit einem Inkrafttreten des Gesetzes ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2014 zu rechnen. Wie lange der Errichtungsausschuss dann bis zur Gründung der Kammer braucht, ist offen.

Das Votum von 51 Prozent für die Kammergründung hat gezeigt, wie unterschiedlich die Pflegenden eine eigene Kammer bewerten.

Sozialministerin Kristin Alheit (SPD), die als Befürworterin einer Pflegekammer gilt, warnte vor zu großen Erwartungen an die Körperschaft: Eine Pflegekammer sei kein Allheilmittel, sagte Alheit. Um die Zukunft der Pflege zu gestalten, sei eine Vielzahl von Ansätzen erforderlich. (di)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Langer Atem notwendig

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Versteckte Zucker

Wie Fruktose den Nieren schadet

Lesetipps
Urinprobe für Harnsäuretests im Labor zur Feststellung von Anomalien im Urin.

© kittisak / stock.adobe.com

Treat-to-Target-Strategie

Gicht: Mit der Harnsäure sinkt auch das kardiovaskuläre Risiko