Buchtipp

Lebensende ohne Würde?

Veröffentlicht: 06.05.2009, 05:00 Uhr

Viele Menschen haben Angst vor einem Lebensende ohne Würde und fürchten sich davor, Angehörigen zur Last zu fallen. Ursel Fuchs gibt in ihrem Buch "Gewissensfrage Sterbehilfe" einen Überblick über Fragen zu einem seit Jahren viel diskutierten Thema, sie informiert über die deutsche Gesetzeslage und die Praxis in den Nachbarstaaten.

Fuchs klärt Missverständnisse und Irrtümer auf und lässt Menschen zu Wort kommen, die sich durch Erfahrungen und Ansichten unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gebildet haben. Die Debatte um Sterbehilfe polarisiert, das wird auch im Untertitel deutlich: "Die Kontroverse um den selbstbestimmten Tod."

"Ist Sterbehilfe wirklich, wie propagiert, der einzige Ausweg für ein Sterben in Würde?", fragt die Autorin. Und gibt dann selbst die Antwort: Nein, aktive Sterbehilfe löst keine Probleme!

Palliativmedizin und Hospizarbeit belegen aus Sicht von Fuchs, dass ein menschenwürdiges und schmerzfreies Sterben möglich ist. "Wenn ein Patient um Sterbehilfe bittet, dann haben wir unsere Arbeit nicht richtig gemacht", zitiert sie Cicely Saunders, die englische Gründerin der Hospitz-Bewegung. Das Buch von Ursel Fuchs bietet fundierte Orientierungshilfe zu einem Thema, der die Menschen in Deutschland weiter intensiv beschäftigen wird. (chk)

Ursel Fuchs: "Gewissensfrage Sterbehilfe", Kreuz Verlag, Stuttgart, 17,95 Euro, ISBN: 978-3-7831-3194-9

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