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Editorial    

Liebe Leserin, lieber Leser,

Veröffentlicht:

Der Autor ist Chefredakteur der Ärzte Zeitung. Schreiben Sie ihm: vdb@springer.com

die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hat die Zeichen der Zeit erkannt. Mit dem 118. Internistenkongress richtet sie den Blick nach vorne: Krankheit, Umwelt und Gene - das sind die Schlüsselthemen, die in einer Gesellschaft des längeren Lebens immer wichtiger werden.

Die Intention ist klar: Internisten übernehmen Verantwortung, in dem sie nicht nur ihre medizinisch wissenschaftliche Expertise zur Verfügung stellen, sondern bereit sind, an der Gestaltung einer modernen Versorgung in Klinik und Praxis der Zukunft aktiv mitzuwirken.

Dabei steht längst nicht nur die Kuration im Mittelpunkt, vielmehr wird das Heilen ergänzt durch den Auftrag, auch präventive Aufgaben zu übernehmen.

Wie keine andere Disziplin bildet die Innere Medizin ein großes Spektrum der Krankheitsbilder ab, die als die Volkskrankheiten der Zukunft beschrieben werden.

Wie keine andere Disziplin steht die Innere Medizin damit aber auch in der Pflicht, den interdisziplinären Austausch und damit die Kooperation voranzutreiben.

Auch hier setzt der Kongress Akzente, in dem Fachgebietsvertreter aus der Chirurgie, der Pädiatrie sowie der Dermatologie vertreten sind.

Nahtlos schließt sich etwa hier das Thema Multimorbidität im Alter an, eines der Schwerpunktthemen des Kongresses.

Damit trägt das Programmteam um Professor Joachim Mössner der Tatsache Rechnung, dass das Thema schon heute in den Praxen und den Kliniken angekommen ist.

Er selbst wirft in diesem Zusammenhang die spannende Frage auf, "was ist ethisch, sozial und nicht zu verschweigen auch wirtschaftlich vertretbar?" Auf Antworten darf man hier gespannt sein.

Wie bereits in den vergangenen Jahren setzt der Kongress dort seine Akzente, wo er seine Stärken hat, in den acht internistischen Schwerpunkten.

Darüber hinaus wird das Thema Nachwuchsförderung wieder ganz groß geschrieben - etwa durch das Forum "Chances" für junge Medizinerinnen und Mediziner.

Ich möchte den Beginn des Kongresses nutzen, mich bei der Gesellschaft für die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit zu bedanken.

Wie gewohnt halten wir Sie über das Kongressgeschehen in Print und auf www.aerztezeitung.de auf dem Laufenden.

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