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Patientenverbände

Lob für Freigabe von Cannabis für Schmerzpatienten

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BERLIN. Patientenverbände und Politiker begrüßen, dass Patienten künftig Cannabis auf Rezept in der Apotheke bekommen können.

Das Bundeskabinett gab am Mittwoch in Berlin grünes Licht für ein entsprechendes Gesetz von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), nach dem Cannabis künftig in Deutschland auch staatlich kontrolliert angebaut werden soll.

"Wir wollen, dass für Schwerkranke die Kosten für Cannabis als Medizin von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann", sagte Gröhe.

Huml: Wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität der Schmerzpatienten

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Entscheidung des Bundeskabinetts gelobt. Sie betonte am Mittwoch, dass Cannabis-haltige Arzneimittel bei einigen Krankheitsbildern einen wichtigen Beitrag für mehr Lebensqualität der Patienten leisten könnten - ein Punkt, den auch Patientenverbände lobten.

"Über Jahre haben schwerstkranke Patienten vor Gerichten um ihre Cannabis-Therapie kämpfen müssen", erklärte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

"Viele Instanzen und Hürden mussten genommen werden. Es waren zu allererst die Richter, die erkannt haben, dass Schwerstkranke wegen ihres Cannabis-Konsums nicht diskriminiert werden dürfen."

Schmerzgesellschaft betont Rolle der Ärzte

Professor Michael Schäfer, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, betonte dabei die Rolle des Arztes: Es bedürfe einer differenzierten Betrachtung und genauen Indikationsstellung sowie Qualitätssicherung der Therapie, betonte er.

"Die vorliegenden Studien und Erfahrungsberichte zeigen deutlich, dass Cannabinoide einerseits in vielen Fällen nur sehr schwach schmerzlindernd wirksam sind, andererseits für einzelne ausgewählte Patienten durchaus hilfreich sein können."

Neben der Freigabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken waren auch Legal Highs am Mittwoch Thema im Bundeskabinett: Es hat den Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums zur Bekämpfung der Drogen beschlossen. (jk)

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