Mehrsprachigkeit

Logopäden sehen Pädiater in der Pflicht

Veröffentlicht:

KÖLN. Mehrsprachigkeit ist kein Problem, sondern eine wertvolle Ressource. Darauf haben die Logopäden vor Kurzem anlässlich des Europäischen Tags der Logopädie aufmerksam gemacht.

Er stand unter dem Motto "Mehrsprachigkeit: Chancen nutzen!". Angesichts der zunehmenden Zahl bilingualer Kinder in Deutschland komme dem Thema ein zentraler Stellenwert zu, teilt der Deutsche Bundesverband für Logopädie mit.

Es sei seit Jahrzehnten wissenschaftlich belegt, dass das Erlernen mehrerer Sprachen Kinder nicht überfordere, sagte Dr. Wiebke Scharff Rethfeldt, Leiterin des Bremer Instituts Logocom.

Sie warnt aber davor, bei mehrsprachigen Kindern Hinweise auf Sprachentwicklungsstörungen zu übersehen. Sie brauchten ebenso eine logopädische Behandlung wie einsprachige Kinder.

Es sei wichtig, frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen. "Insofern sollten die besonderen Bedingungen des Mehrspracherwerbs auch im Rahmen der kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen berücksichtigt werden", sagt sie.

Die Untersuchungsinstrumente seien bislang nicht auf sprachlich und kulturell unterschiedlich aufwachsende Kinder ausgerichtet. Die Krankenkassen müssten ihre Leistungen dem Mehraufwand der Ärzte und Therapeuten in der Diagnostik anpassen, fordert Scharff Rehtfeldt. (iss)

Mehr zum Thema

Treffen wird vorgezogen

Bund und Länder beraten am Dienstag über Anti-Corona-Regeln

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Bei aggressiven Patienten hilft nur Deeskalation: Dabei sollten die MFA ruhig, aber bestimmt Grenzen setzen.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Tipps

Die richtige Kommunikation mit schwierigen Patienten

Die Gesundheitsministerkonferenz will mehr Gelegenheiten für das Corona-Impfen schaffen – so auch in Apotheken.

© ABDA

GMK-Beschluss

Gesundheitsminister wollen Corona-Impfungen in Apotheken

Trauer über den Verlust des Babys: 0,62 Prozent der Klinikgebärenden ohne COVID-19 hatten in den USA von März 2020 bis September 2021 eine Totgeburt. Bei Gebärenden mit COVID waren es 1,26 Prozent. (Symbolbild mit Fotomodell)

© thodonal / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Was CureVacs Corona-Impfstoff von BioNTechs unterscheidet