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COVID-19

Masken komplett in Deutschland produzieren

Die Regierung will Kliniken dazu verpflichten, täglich die Zahl der Intensivbetten und Beatmungsplätze zu melden. Zudem soll eine komplette Produktionskette für Schutzausrüstung aufgebaut werden.

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Berlin. Krankenhäuser sollen per Anordnung aus dem Gesundheitsministerium dazu verpflichtet werden, täglich Internsivbetten und Beatmungsplätze an das DIVI-Register zu melden. Das hat Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag für die kommende Tage angekündigt.

Bislang geschehe dies auf freiwilliger Basis. Von 1160 Krankenhäusern mit Intensivbetten beteiligten sich derzeit 1015 Kliniken.

An eine zentrale vom Bund organisierte Verteilung von intensivpflichtigen Patienten auf freie Kapazitäten innerhalb Deutschlands sei derzeit nicht gedacht, sagte Seibert. Dies bleibe den Ländern überlassen, die dafür den besseren Überblick hätten.

Beschaffung von Schutzausrüstung läuft weiter

Nachdem der Einstieg in eine heimische Produktion von Schutzausrüstung bereits in der vergangenen Woche angelaufen ist, soll es nun auch darum gehen, die Vorprodukte in Deutschland herzustellen. Eine inländische Produktion sei Thema im Kabinett gewesen.

Das Gesundheitsministerium habe bereits Unternehmen angeschrieben und Rahmenverträge für die Abnahme angeboten, sagte eine Sprecherin. Die Konditionen für die Abnahme dieser Produkte sollen bis Ende 2021 festgeschrieben werden.

Gleichzeitig läuft die Beschaffung von Schutzausrüstung aus dem Ausland weiter. Ende vergangener Woche waren rund 37 Millionen Schutzmasken eingegangen, darunter knapp neun Millionen FFP2 und 3-Masken. Zudem erreichten 24 Millionen Schutzkittel und 25 Millionen Paar Handschuhe Deutschland.

Medienberichten zufolge solle künftig neben dem Gesundheits- und dem Verteidigungsministerium das Wirtschaftsministerium eine gewichtigere Rolle bei der Beschaffung und Produktion von Schutzausrüstung spielen. Es gehe nicht nur um den akuten, sondern den mittelfristigen Bedarf, betonte Regierungssprecher Seibert am Montag. Eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz werde es allerdings nicht geben. (af)

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