Bremen

Medzinische Sprechstunde für Obdachlose

Wer nicht krankenversichert ist, wird in Bremen dennoch medizinisch versorgt – von einem Verein.

Veröffentlicht:

BREMEN. Der Bremer Verein zur Förderung der medizinischen Versorgung Obdachloser (mVO) bietet ab sofort in der kirchlichen Begegnungsstätte "Bremer Treff" eine weitere medizinische Sprechstunde für Wohnungslose und andere Menschen in prekären Lebenslagen. Die beiden Ärzte Georg Kückelmann und Dr. Masiar Amirkhizi betreuen einmal wöchentlich abwechselnd die Gäste des Bremer Treffs, die eine medizinische Notversorgung benötigen. Das teilte die Initiative mit.

"Wir behandeln alle Patientinnen und Patienten kostenlos, auch wenn sie nicht krankenversichert sind", sagt Kückelmann. Eine Apotheke löst die Rezepte kostenfrei ein, etwaige Zuzahlungen übernimmt der Verein zur Förderung der Medizinischen Versorgung Obdachloser. Auch Termine für psychotherapeutische Gespräche werden angeboten.

Bis zu 500 Menschen im Land Bremen sind wohnungslos. Sie seien besonders gefährdet, körperlich und psychisch zu erkranken, hieß es. Bisher gibt es für sie drei mal in der Woche eine medizinische Sprechstunde und eine Frauensprechstunde. Mit der Sprechstunde im Bremer Treff kümmern sich nun insgesamt zwei Ärztinnen und vier Ärzte an drei Standorten um die Versorgung dieser Patienten. "Wir sprechen mit unserem Angebot im Bremer Treff die Menschen an, die wir an unseren anderen beiden Standorten eventuell nicht erreichen", sagt Gerd Wenzel, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der medizinischen Versorgung Obdachloser. (cben)

Mehr zum Thema

Koalitionsvertrag

Das alles will Rot-Gelb-Grün servieren

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Eine Ärztin bekommt in einem Pop-Up-Impf-Ort ihre Impfung mit dem Wirkstoff von Biontech von einem Medizinstudenten verabreicht. Das Impfteam bietet im alten Gebäude der früheren Uniapotheke Impfungen mit vorheriger Online-Terminvereinbarung an.

© Marijan Murat / dpa

Forderungen nach Kontaktreduktion

Heil: Corona-Impfpflicht in Kliniken und Pflege schon Weihnachten

Impfzentrum der Marke Eigenbau in Peine.

© Dr. Lars Peters

COVID-19-Impfung im früheren Getränkemarkt

Hausarzt richtet Corona-Impfzentrum ein – auf eigene Kosten

IT-Sicherheit in der Praxis: Als „die Atemschutzmaske des Computers“ titulierte der Heidelberger Cyberschutz-Auditor Mark Peters die Firewall.

© Michaela Schneider

Cyberschutz für Arztpraxen

Vom Passwort als Desinfektionsmittel