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Mehr Geld für Allgemeinmedizin an Bayerischen Unis

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MÜNCHEN (sto). Für die Einrichtung eines Lehrstuhls oder einer Professur im Bereich Allgemeinmedizin wird das Bayerische Wissenschaftsministerium den medizinischen Fakultäten der Universitäten einmalig Sondermittel in Höhe von 300 000 Euro zur Verfügung stellen.

Das hat Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch im Anschluss an ein Gespräch mit Vertretern der Bayerischen Landesärztekammer bekanntgegeben. Ziel sei es, die Allgemeinmedizin in der universitären Ausbildung besser zu positionieren, um so einem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken, erklärte Heubisch. Bereits im Sommer hatte die Medizinische Fakultät der TU München einen Stiftungslehrstuhl für Allgemeinmedizin besetzt, den die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die AOK finanzieren.

Ein eigener Lehrstuhl für Allgemeinmedizin sei ein langgehegter Wunsch der Bayerischen Landesärztekammer, erklärte deren Präsident Dr. Hans Hellmut Koch.

Wegen der besonderen Bedeutung der Allgemeinmedizin setze das Ministerium konkrete Anreize für die Schaffung eines weiteren Lehrstuhls in Bayern, erklärte Heubisch. Zugleich warnte er aber vor überzogenen Erwartungen: "Die überwiegenden Gründe für einen Hausärztemangel auf dem flachen Land liegen außerhalb der universitären Ausbildung. Ein Lehrstuhl für Allgemeinmedizin kann daher lediglich ein Impuls sein."

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