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Kommentar – Aufklärung

Mehr Infos über Antibiotika!

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Die aktuelle Diskussion um Antibiotika-Resistenzen und das weltweite Bemühen, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, hat das tatsächliche Verordnungsgeschehen etwas in den Hintergrund gedrängt. Nun lehrt uns eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse in ihrem Gesundheitsreport 2017, dass Ärzte im vergangenen Jahr bei 27 Prozent der Beschäftigten, die erkältungsbedingt erkrankt waren, Antibiotika eingesetzt haben – 2008 waren es noch 38 Prozent. Bei den Kurzzeit-Krankgeschriebenen ging die Zahl der Verordnungen sogar von 30 auf 19 Prozent zurück.

Sicherlich: Damit ist das Problem längst nicht gelöst und jedes Bemühen um eine weitere Reduktion ist ein Schritt in die richtige Richtung. Hinzu kommt – und darauf weist die KBV in diesem Kontext zu Recht hin–, dass Ärzte nicht selten dem Drängen ihrer Patienten nach Verordnung eines Antibiotikums bei Erkältungen nachgeben.

Hier sind nicht nur Ärzte in der Pflicht, ihre Patienten über den Einsatz eines Antibiotikums aufzuklären, es gehört auch zum Auftrag einer Krankenkasse, darüber ihre Mitglieder zu informieren. Immerhin: Die TK tut dies bereits seit August 2016. Eine konzertierte Aktion aller Krankenkassen wäre sicherlich noch wirksamer.

Lesen Sie dazu auch: Erkältungen: Ärzte verschreiben weniger Antibiotika

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