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Schleswig-Holstein

Mehr Patienten suchen Kliniken in Hamburg auf

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KIEL. Aktuelle Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen aus Schleswig-Holstein sich für Hamburger Krankenhäuser entscheiden. Zwischen 2010 und 2015 ist die Zahl um 28,8 Prozent gestiegen – von 73.151 auf 94.246.

Damit finden inzwischen 15,7 Prozent aller Krankenhaus-Behandlungsfälle von schleswig-holsteinischen Patienten in Hamburg statt. Im Jahr 2010 waren es noch 13,1 Prozent.

Die Zahl der Klinikbehandlungen von Schleswig-Holsteinern im eigenen Bundesland nahm dagegen nur um 4,8 Prozent zu. Dies berichtet die Barmer GEK unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

Nach ihren Angaben suchen Patienten vor allem mit schweren Erkrankungen die Kliniken in der benachbarten Metropole auf. Schleswig-Holsteins Barmer-Chef Thomas Wortmann begrüßt, "dass es in der Wahrnehmung der Menschen keine Barrieren gibt."

Mit Blick auf die anstehende Krankenhausplanung in Schleswig-Holstein fordert er: "Über die zaghaften Ansätze der länderübergreifenden Zusammenarbeit hinaus bedarf es einer weitergehenderen gemeinsamen planerischen Vorgehensweise".

Dabei sollten aus seiner Sicht Demografieeffekte und Fachkräftemangel einbezogen, aber auch eine sektorenübergreifende Versorgungsplanung geschaffen werden. Wortmann verspricht sich davon höhere Qualität und eine Überwindung von Versorgungsdefiziten. (di)

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