Gewebetransplantation

Mehr Spenden trotz lückenhafter Aufklärung

Veröffentlicht: 20.06.2019, 15:20 Uhr

HANNOVER. Einen Anstieg an Gewebeentnahmen von mehr als 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr konnte die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) 2018 verzeichnen. Das geht aus ihrem aktuellen Jahresbericht hervor.

Insgesamt wurden demnach 2732 Gewebeentnahmen realisiert, wodurch 5517 Menschen mit Gewebe versorgt werden konnten. Rund 87 Prozent aller Gewebespender im Netzwerk der DGFG waren im vergangenen Jahr Herz-Kreislauf-Verstorbene. 38 Menschen waren Lebend-Gewebespender.

Trotz der positiven Entwicklungen beziehen laut DGFG Ärzte und Krankenhäuser Gewebe häufig aus dem Ausland. Bei guter Organisation könne der Bedarf an Gewebetransplantaten jedoch „komplett aus nationalen Spendenprogrammen gedeckt werden“.

Dazu bedürfe es besserer Aufklärung, insbesondere wenn die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geforderte Widerspruchslösung bei Organ- und Gewebespenden beschlossen werde.

Viele Menschenwüssten nicht um die Möglichkeit einer Gewebespende. Diese umfasst Augenhornhäute, Herzklappen, Blutgefäße, Knochen oder Weichteilgewebe wie Knorpel, Sehnen, Bänder und Haut. (mu)

Mehr zum Thema

Aktuelle Gesetzgebung

Bundesrat billigt Organspendegesetz

Organspende

Bundesbürger ordern mehr Spendeausweise

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
So (un-)gefährlich ist eine Infektion mit SARS-CoV-2

Neuartiges Coronavirus

So (un-)gefährlich ist eine Infektion mit SARS-CoV-2

GKV und PKV – bald nur noch eins?

Zukunft der Krankenversicherung

GKV und PKV – bald nur noch eins?

„Wir Ärzte müssen mehr mitgestalten“

Bündnis Junge Ärzte

„Wir Ärzte müssen mehr mitgestalten“

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden